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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:45 Uhr

Tempolimit am Sülzberg

vom

Anlieger sammeln Unterschriften für Ausweitung von 30 km/h auf die komplette Durchgangsstraße

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Bad Oldesloe | "Der Verkehr hier ist beängstigend", sagt Michael Rathmann: "Morgens um 3 Uhr geht es los, so bis 6 Uhr. Dann ist die erste Welle des Berufsverkehrs durch." Die zweite komme dann etwa anderthalb Stunde später und nachmittags komme dann entsprechend der Rückverkehr. Michael Rathmann reicht es inzwischen. Zusammen mit Mitstreiter Frank Behrens kämpft er dafür, dass auf dem Sülzberg komplett Tempo 30 eingeführt wird.

"Entweder ist es hier so voll, dass kaum noch was geht, oder es wird gerast", erklärt Sülzberg-Anlieger Behrens. Aktuell sei es so, dass einige Baufahrzeuge aus der Brunnenstraße auf dem Sülzberg fahren. "Die müssen natürlich schnell überholt werden, da wird ganz gerne mal aufgedreht", klagt Behrens.

Am oberen Ende, kurz vor dem Eisenbahntunnel, ist Tempo 30 vorgeschrieben. "Das ist doch absurd", findet Frank Behrens: "Da wo keiner wohnt, wird das Tempo gedrosselt." In den vergangenen Jahren habe sich beidseitig der Straße eine dichte Wohnbebauung entwickelt. "Das ist doch auch ein Schulweg", verweist der 45-Jährige auf eine potenzielle Unfallquelle. Auch die Bewohner des Pflegeheims Riedel seien gefährdet.

Die beiden Anwohner haben Pfingsten begonnen, in der Nachbarschaft Unterschriften zu sammeln. Die ersten 50 kamen in nur zwei Tagen bereits zusammen. Anfang Juni soll die Petition an Bürgermeister Tassilo von Bary übergeben werden. Der habe sich bislang gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf dieser Straße gesperrt.

Dabei haben die beiden Sülzberg-Anlieger nicht nur ihr subjektives Empfinden vorzubringen. Im Rahmen des Stadtumbaus West ist auch ein Verkehrsgutachten erstellt worden. Die Gutachter kommen zu dem Schluss: "Die Verkehrsbelastung ist mit über 10 000 Kfz/24h so hoch, dass dem Radverkehr aus Sicherheitsgründen eine eigene Fläche zugeordnet werden sollte." Schutzstreifen für Radfahrer mit einer Mindestbreite von jeweils 1,5 Metern würden sich da als "kostengünstige und effektive" Maßnahme anbieten, so der Vorschlag der Experten des Planungsbüros Gertz Gutsche Rümenapp.

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