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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 20:00 Uhr

Tempo 30 wird geprüft

vom

Erster Zwischenerfolg für Anwohner-Initiative vom Sülzberg / Politik fordert zusätzlich Fahrradstreifen

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Bad Oldesloe | Die Anlieger des Sülzberges fordern Tempo 30 in ihrer Straße und machen Stimmung. Eine umfangreiche Unterschriftensammlung haben sie Bürgermeister Tassilo von Bary bereits übergeben (wir berichteten).

Die Grünen sind auf den Zug aufgesprungen und stellten im Bauausschuss den Antrag, die Straße zur Tempo-30-Zone zu erklären und beidseitig mit Fahrradstreifen zu versehen. Doch so einfach geht das nicht. Bürgermeister von Bary machte sofort deutlich, er habe die Verkehrsaufsicht, der Ausschuss sei deshalb nicht weisungsbefugt. Punkt. Klingt nach einem deutlichen Disput, ist es aber gar nicht. Der Verwaltungs-Chef hat ein Tempo-30-Verfahren nämlich bereits eingeleitet. "Wir befinden uns zurzeit in der Anhörung. Danach wird die Entscheidung fallen", erläuterte er.

Auch die Frage von Fahrradstreifen ist nicht wirklich strittig. Tassilo von Bary will diese Markierungen ebenfalls - allerdings erst nach Abschluss der Bauarbeiten für den Kurpark-Kreisverkehr. Vor allem Grüne und SPD sehen an der Stelle allerdings schnellen Handlungsbedarf. "Bis das mit dem Kreisel was wird, geht doch schnell noch ein Jahr hin", kritisiert die SPD Fraktionsvorsitzende, Maria Herrmann. Hartmut Jokisch (Grüne) pflichtete ihr bei: "Es kann doch nicht so schwer sein, für 20 Euro einen Pott Farbe zu kaufen und da ein paar Striche zu ziehen." Grundsätzlich sah das auch die CDU so, sie plädierte allerdings dafür, zuvor auch noch das Votum des Radfahrer Forums einzuholen und wollte von der Polizei Informationen über das Unfallgeschehen an der Stelle haben. Einstimmig wurde beschlossen, die gestrichelten Streifen zu malen. Sie sollen jeweils 1,50 Meter breit werden. Radfahrer wären darin dann bevorrechtigt, sollte aber kein Radler unterwegs sein, dürfte der Streifen von Autos "überfahren" werden.

Damit ist es aber nicht getan. Die Einmündung der Mommsenstraße und der Straße am Kurpark vor der Eisenbahnunterführung ist extrem unübersichtlich. Dort wäre ein Kreisverkehr unter Umständen sinnvoll. Aus baulicher Sicht müsste dafür ein Haus abgerissen werden, dass zwar bereits der Stadt gehört, aber mit einem Mietrecht gebunden war. Das ist jetzt weg. Trotzdem zögert Tassilo von Bary noch, das Thema anzugehen. "Wir können nicht alles gleichzeitig dicht machen. Es geht nur nach und nach", sagt er.

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