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Ahrensburg : Telekom: Zumindest Kompromiss beim Funkmast erreicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Entgegenkommen des Telekommunikationsriesen: Ahrensfelder Bürger erreichen Verlegung eines geplanten Telekomsenders.

Ahrensburg | Ein Bauantrag und seine Folgen: Im September 2013 gab die Telekom bekannt, dass sie im Ahrensburger Stadtteil Ahrensfelde einen Funkturm in der Nähe des Waldstücks Hagen bauen möchte. Der Antrag wurde geprüft und von der Ahrensburger Verwaltung als genehmigungsfähig erachtet. Doch die die Stadt Ahrensburg hatte die Rechnung ohne besorgte Ahrensfelder gemacht.

Es gründete sich eine Bürgerinitiative gegen den Bau des Turms. „Erstens glauben wir nicht, dass die ständige Bestrahlung mit elektromagnetischen Strahlen so ungefährlich ist, wie es teilweise dargestellt wurde, zweitens ist es natürlich auch ein Eingriff in die Landschaft und Natur“, so Bolko Christian Lasar von der Initiative. „Es könnte langfristig zu einer Verschlechterung der Grundstückswerte im Ort kommen“, fürchtet Lasar. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern sammelte er über 1000 Unterschriften gegen den Turm.

„Unser Ziel war es zunächst natürlich, dass der Turm komplett verhindert wird“, stellt er klar.

„Die Telekom hätte sich im Prinzip allerdings auf gar keine Diskussion einlassen müssen. Das man uns nun trotzdem ernst nahm, finden wir gut“, sagt sein Mitstreiter Ludger Schroer. „99 von 100 Menschen die ich wegen Unterschriften gegen das Projekt ansprach, haben unterschrieben“, so Schroer. Die Telekom ließ sich angesichts dieses massiven Protestes auf einen Kompromiss ein. Der lautet, dass man den geplanten Standort 500 Meter weiter in Richtung Dorfstraße versetzt und somit eine höhere Entfernung zu den meisten Wohngebieten erreicht wird. Das Unternehmen machte aber auch deutlich, dass dieser Vorschlag der letzte Anlauf zu einer Einigung wäre, denn die Notwendigkeit eines Baus generell könne nicht in Frage gestellt werden, auch wenn aus der Reihe der Initiative einige daran zweifelten. Das technische Ziel des Funkturmes soll eine flächendeckende LTE Versorgung für Ahrensburger Telekom-Kunden sein.

„Die Verlegung ist ein Kompromiss und unser Minimalziel“, so Lasar. „Auch bei der Verwaltung hat man sich unsere Anliegen angehört, auch wenn manch mal der Eindruck bei einigen Mitarbeitern entstand, dass man leicht genervt war“, sagt Lasar. Ein positiver Nebeneffekt ist außerdem ein Mobilfunkkonzept, über das durch die Stadtverordneten nächste Woche abstimmen.

„Damit kann der Wildwuchs von Masten verhindert werden. Mögliche Standorte werden geprüft und ein Kataster weiter gepflegt, das es schon gibt“, so Schroer. „Man hat uns versprochen, dass man uns zukünftig bei solchen Projekten zeitnah informieren wird. Was auch immer zeitnah dann sein wird“, so Lasar.„Wir denken nicht nur an heute, sondern auch daran, wie es weitergehen könnte“, so Schroer.

Der Bau des neuen Turms kann jetzt wohl noch im März genehmigt werden. Die Konstruktion dauert dann erfahrungsgemäß circa zwei bis drei Monate. Im Sommer könnte er dann ans Netz gehen.

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erstellt am 16.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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