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Mehr Geld : Tariferhöhung – aber nur hausintern

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift haben Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung Einigung erzielt. Wegen des Drucks auf dem Fachkräftemarkt in der Metropolregion wurde eine Gehaltserhöhung im Vorgriff auf die Verhandlungen bei der Caritats beschlossen.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 12:30 Uhr

Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift haben sich auf eine hausinterne Tariferhöhung in mehreren Schritten geeinigt, die bis Juli 2014 eine Erhöhung von insgesamt 6,42 Prozent erreicht.

Bisher haben katholische Einrichtungen erst in acht von 16 Bundesländern den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes in voller Höhe übernommen. Das St. Adolf-Stift ist bundesweit eines der ersten Krankenhäuser, das den Tarifabschluss freiwillig auf seine Mitarbeiter überträgt. Die Einigung ist diffizil, da sie sich außerhalb des geregelten Rahmens für kirchliche Tarifverhandlungen bewegt. Gemeinsam hat die Reinbeker Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite mit einem Antragsschreiben sowohl die Regionalkommission Ost als auch die Caritas-Zentrale in Freiburg über die Einigung informiert, mit der Bitte, der örtlichen Sonderregelung schnellstmöglich zuzustimmen. Vorausgegangen war das mehrmalige Scheitern von Verhandlungen in der offiziellen „Caritas-Regionalkommission Ost“, die unter anderem das Gehaltsgefüge für kirchliche Bedienstete in sechs katholischen Bistümern regelt, darunter auch Schleswig-Holstein.

Der Mitarbeitervertretungsvorsitzende Andreas Hein und Geschäftsführer Lothar Obst sind sichtlich erleichtert über diesen Kompromiss. Gemeinsamer Tenor ist ein Zitat von Robert Bosch: „Ich zahle nicht gute Löhne weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld weil ich gute Löhne zahle!“ Das St. Adolf Stift steht in direkter Konkurrenz zu Krankenhäusern der Metropolregion um medizinisches Fachpersonal. Dort werde bereits höherer Tariflohn bezahlt.



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