Rethwisch : Tannengrün diente als Kirchenschmuck

Ernst Eick (links) und Axel Feddern an der Infotafel vor dem von Bürgern gespendeten Weihnachtswald.
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Ernst Eick (links) und Axel Feddern an der Infotafel vor dem von Bürgern gespendeten Weihnachtswald.

Bei den Fällungen im Rethwischer Weihnachtswald spricht Kirchengemeinderats-Vorsitzender Diethelm Schark von pflegerische Maßnahmen.

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22. August 2015, 12:00 Uhr

Die im Rethwischer Weihnachtswald hinter der Christuskirche gefällten Tannen, dessen Bäume 2002 von Bürgern gespendet wurden, dienten als Weihnachtsschmuck in der Oldesloer Kirche. „Von einer Abholzung kann nicht die Rede sein“, sagt Pastor Diethelm Schark, Vorsitzender der Kirchengemeinderats. Und es seien in der Adventszeit 2014 lediglich acht und nicht 25 Nordmanntannen gefällt worden, sagt er nach Rücksprache mit seinem Mitarbeiter. Dabei habe es sich um „pflegerische Maßnahmen“ gehandelt. Die Bäume hätten gefällt werden müssen, weil sie im Laufe der Jahre stark gewachsen seien und die Kirche beschattet hätten. Dadurch hätte die Kirche baulichen Schaden genommen.

In enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Naturschutzbund sei außerordentlicher Wert auf einen bauerhaltenden und zugleich ökologischen Freischnitt gelegt worden. „Warum hätten die Bürger informiert werden sollen, wenn nur ein Baumschnitt gemacht wird“, so Pastor Schark. Auf einer von der Kirche und dem Nabu aufgestellten Schautafel ist zu lesen, dass dort eine Wärmeinsel als Lebensraum für seltenen Tiere und Pflanzen entstehen soll, und das dafür nach und nach die ortsfremden Nadelhölzer durch einheimische Sträucher ersetzt werden sollen.

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