zur Navigation springen

Verfolgungsjagd in Witzhave : Tätersuche bei Nacht und Nebel ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Großaufgebot der Polizei sucht mutmaßliche Einbrecher. Feuerwehren setzen Wärmebildkameras ein – erfolglos.

Leider war die große Suchaktion der Polizei nur zum Teil von Erfolg gekrönt. Nachdem eine Frau aus Witzhave am Dienstag gegen 17.03 Uhr bei der Polizeistation in Trittau eine verdächtige Person auf ihrem Grundstück gemeldet hatte, rückten zunächst zwei Streifenwagen an. Gleichzeitig boten aber noch weitere Einsatzkräfte, die die Meldung über Funk mitgehört hatten, ihre Hilfe an. Am Ende waren 13 Streifenwagenbesatzungen und drei Diensthunde sowie vier Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung mit Beleuchtungsgerät und Wärmebildkameras im Einsatz bei der Verfolgung der Unbekannten.

Zunächst erstreckte sich das Geschehen auf das Wohngebiet „Auf dem Heidlande“, später wurde das Gelände eines Kleingartenvereins an der Rausdorfer Straße umstellt und für eine Durchsuchung auch mit den Diensthunden von der Feuerwehr ausgeleuchtet.

Den Beamten eines Streifenwagens fielen zwei männliche Personen auf, die beim Anblick der Polizei davon liefen. Dabei ließen die beiden Männer eine Tasche fallen, die von den Beamten sichergestellt wurde. In der Tasche fand die Polizei Gegenstände, offenbar „Stehlgut“, wie die Polizeui es bezeichnet. Nähere Angaben wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen.

Bereits um 17.30 Uhr schlugen die ersten Diensthunde an, hatten eine Fährte aufgenommen. Etwa zur gleichen Zeit meldete sich ein Anwohner aus der Feldstraße, der eine Person gesehen hatte, die gerade über sein Grundstück gelaufen war. Im Rahmen der Fahndung in dem besagten Gebiet war auch eine Beamtin der Polizeistation Trittau mit ihrer Diensthündin eingesetzt. Die Beamtin wurde plötzlich von einer Person auf einem Fahrrad angefahren, blieb aber unverletzt. Die gleiche Person fiel wenige Augenblicke später einer Streife auf, weil das Fahrrad ohne Beleuchtung unterwegs war. Ein Streifenwagen verfolgte den Mann, der zwar vor dem Streifenwagen stürzte, aber dennoch seine Flucht vor den Ordnungshütern zu Fuß fortsetzen konnte.

Die Polizisten gingen davon aus, dass die Männer sich auf einem Kleingartengelände an der Rausdorfer Straße versteckt hatten. Das Gelände war in wenigen Minuten komplett umstellt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Witzhave, Rausdorf, Trittau und Großensee wurden angefordert, um die Gartenkolonie von außen auszuleuchten. „Wir haben mit der Feuerwehr eine Absprache getroffen, dass wir bei solchen Einsätzen auf die Wärmebildkameras zurückgreifen können. Das ist ein großer Vorteil für uns“, erklärt der Stationsleiter der Polizei Trittau, Frank Schümann. Ansonsten habe es die klare Ansage für die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegeben, sich von der Einsatzstelle fern zu halten.

Die Polizisten fanden schließlich ein Fahrzeug, mit dem die beiden Flüchtigen wohl unterwegs waren, einen VW Golf mit Hamburger Kennzeichen. Der war in einem Feldweg hinter der Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes abgestellt. Der Fahrzeughalter soll mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen sein, für die Polizei kein Unbekannter. Das Fahrrad, das einer der Männer zurückgelassen hatte, wurde wie auch der VW Golf sichergestellt.

Der Einsatz endete erst um 21.25 Uhr. Eine genaue Beschreibung der beiden tatverdächtigen Männer liegt derzeit nicht vor. Einer der beiden soll eine blaue Windjacke getragen haben, der andere Mann soll untersetzt sein, breite Schultern haben, kurze Haare und dunkel gekleidet gewesen sein.


zur Startseite

von
erstellt am 23.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen