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Enttäuschung : SVE erreicht kein Regionalliga-Niveau

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der SV Eichede, Tabellenschlusslicht der Fußball-Regionalliga Nord, unterlag dem VfR Neumünster mit 1:2 (1:0). Der Klassenerhalt ist aber dennoch möglich für den Aufsteiger aus Stormarn.

Ganze 17 Minuten brauchte Oliver Zapel, Trainer des SV Eichede, nach Ende des Landesderbys in der Regionalliga, um seiner Mannschaft noch auf dem Spielfeld die passenden Worte zu sagen. Wie viel davon nach den 90 umkämpften Minuten eines „von beiden Seiten furchtbaren Fußballspiels“ (Zapel) in den Köpfen der Spieler ankam, bleibt jedoch fraglich. Die Spieler hielten sich mit Einschätzungen dazu zurück. „Wir hatten einiges aufzuarbeiten. Es wurde Klartext geredet“, sagte Emanuel Bento: „Wir haben wieder eine Chance nicht genutzt, obwohl eigentlich alle für uns gespielt haben.“ In der Tat, der Aufsteiger aus Stormarn unterlag zwar dem VfR Neumünster mit 1:2 (1:0), doch weil auch Victoria Hamburg nicht gewann, dürfen die Eicheder nach wie vor noch auf den Klassenerhalt hoffen – wenn denn Tabellenplatz 17 reichen sollte. Hoffnungsfroh aber hörte sich der SVE-Coach nach dem 22. sieglosen Spiel in Folge nicht gerade an. Zapel wurde deutlich: „So brutal wie heute wurde uns noch nie gezeigt, dass wir nicht in diese Liga gehören“, stellte der Coach des Schlusslichts fest.

Während der VfR in den ersten Minuten bei seinen Bemühungen noch den präzisen Pass in die Spitze vermissen ließ, wurde Eichede nach einem Standard erstmals gefährlich. Doch Marcus Hesse parierte den Kopfball von Jonathan Marschner (4.). Mit dem Pfostenschuss von Felix Schlagelambers, der aus 16 Metern Aluminium traf (9.), wurde der VfR stärker. Glück hatten die Gastgeber auch, als Kevin Schulz nach einer Flanke von Kevin Zschimmer freistehend am langen Pfosten den Ball nicht richtig traf (15.). Fast im Gegenzug fiel das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:0. Mitbeteiligt war VfR-Keeper Hesse, der bei einem Abwehrversuch Haris Huseni anschoss. So fiel der Ball Flodyn Baloki vor die Füße, der mit einem Flachschuss aus 16 Metern erfolgreich war (17.).

Mit dem Tor war das Selbstvertrauen bei den Neumünsteranern zunächst dahin. Eichede hatte wenig Mühe, sicher in der Abwehr zu stehen. Die gefährlichsten Szenen der ersten Hälfte fanden vor dem VfR-Tor statt. Doch Hesse klärte zwei Mal aufmerksam vor Malik Issahaku (32.) und Bento (37.).

Direkt nach der Pause kam der VfR Neumünster mit neuem Schwung aus der Kabine. Schon mit der ersten Aktion der zweiten Hälfte setzte sich Yannik Jakubowski gegen drei Gegenspieler durch, zog von der Strafraumgrenze ab und traf zum 1:1 (46.). Zwei Minuten später brachte Gentian Durak einen Freistoß in den Strafraum, Christopher Kramer stieg am höchsten und köpfte den Ball ins untere Toreck.

Binnen weniger Minuten hatte der VfR die Partie gedreht. Anschließend wechselte Zapel offensiv, brachte mit Arnold Lechler eine zweite Spitze. Doch die nächste Chance hatte der Gast. Ermir Zekjiri scheiterte an Fynn Berndt (60.). Eichede zeigte sich bei seinen Offensivbemühungen wenig durchschlagskräftig. Bezeichnend war die 73. Minute, als Fischer von Bodo Bönigk bedrängt auf Hesse zustrebte, aber weder das mögliche Foul im Strafraum provozierte noch zum Abschluss kam.

 

SV Eichede: Berndt – Issahaku (67. Abou Khalil), J.-O. Rienhoff, J. Marschner, Fischer – M. Hinkelmann, Maltzahn (67. Koops) – Kossowski, Baloki, Bento (57. Lechler) – Huseni.

VfR Neumünster: Hesse – Durak (75. M. Schulz), Bönigk, K. Schulz, Jakubowski – Rave, Ingreso (46. Zekjiri) – Thomas, Schlagelambers, Zschimmer – Kramer.

SR: Dornieden (Papenburg). Z: 405.

Tore: 1:0 Baloki (17.), 1:1 Jakubowski (46.), 1:2 Kramer (48.).

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erstellt am 12.Mai.2014 | 06:30 Uhr

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