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Niederlage : SVE-Coach Zapel hat Abwärtstrend kommen sehen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-SH-Liga: Eichede kassiert gegen Strand die zweite Niederlage in Folge. Trainer Zapel: „Wir sind im Mittelmaß angekommen. Das Wort Regionalliga braucht niemand mehr in den Mund zu nehmen.“

Vor Wochenfrist hatte die Konkurrenz im Kampf um die Meisterschaft in der SH-Liga am Sonnabend gepatzt. Doch Regionalliga-Absteiger SV Eichede konnte tags darauf die Ausrutscher nicht nutzen und verpasste durch eine 2:3-Niederlage gegen Holstein Kiel II den Sprung an die Tabellenspitze. Am Sonnabend bot sich den Schützlingen von Trainer Oliver Zapel erneut die Chancen – zumindest für einen Tag – den Platz an der Sonne zu übernehmen. Dazu hätte es eines Auswärtssieges beim NTSV Strand 08 bedurft. Doch auch daraus wurde nichts – mit 2:3 mussten sich die Stormarner den Timmendorfern beugen und bleiben somit Vierter des Klassements. Entsprechend angefressen war Zapel nach der zweiten Auswärtsniederlage: „Wir sind im Mittelmaß angekommen, stehen jetzt dort, wo wir im Moment hingehören“, konstatierte der SVE-Coach, für den die Pleite nicht überraschend kam. „Das hat sich in den letzten Wochen abgezeichnet. Wir sind auf dem absteigenden Ast.“ Den Grund dafür sah der 46-Jährige vor allem in der mangelhaften Spielvorbereitung seiner Kicker. „Andere Dinge haben augenscheinlich Vorrang. Die Trainingsbeteiligung war desaströs. So stoßen wir in wenigen Wochen alles das um, was wir uns zuvor erarbeitet haben.“

In Timmendorf musste sein dezimiertes Team, der SVE konnte unter anderem nicht auf Petrik Krajinovic (Muskelprobleme im Oberschenkel), Torge Maltzahn (Gehirnerschütterung), Simon Koops (Kniebeschwerden) und Flodyn Baloki (Muskelfaserriss) zurückgreifen, früh zwei weitere Rückschläge hinnehmen. Bereits in der Anfangsphase verletzte sich Jan-Ole Rienhoff bei einem Zusammenprall mit Jordan Löw schwer und musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung vorzeitig passen. Für den Kapitän rückte Malte Buchholz in einem seit langer Zeit wieder einmal praktizierten 4-2-3-1-System in die Innenverteidigung. Doch auch der Routinier konnte nicht verhindern, dass Patrick Piesker die Gastgeber bereits nach elf Minuten in Front brachte. Eichede steckte den Rückstand aber weg, übernahm anschließend das Zepter und drehte den Rückstand durch einen Kopfball Marco Schubrings und Andre Kossowski in eine 2:1-Führung um. Doch weil Hamed Moklis kurz vor der Pause den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone beförderte und Piesker den Patzer des Youngsters eiskalt mit dem 2:2 bestrafte, war der Vorsprung schnell wieder dahin.

Im zweiten Abschnitt waren die Stormarner zwar feldüberlegen, ohne sich aber klare Chancen zu erarbeiten. Und als Beytulah Bilgen eine der wenigen Möglichkeiten der Gastgeber zum 3:2 nutzte, war die Partie entschieden. „Das Wort Regionalliga braucht bei uns momentan niemand mehr in den Mund zu nehmen“, polterte Zapel anschließend.

NTSV Strand 08: Klugmann – Löw (66. Rivera), M. Hinkelmann, Raabe, Prüßmann – Glosch, Pfeifer – Piesker, Demirbas (76. Bilgen), Gohrke – Gottschalk (82. Vasilev).
SV Eichede: Barkmann – Silva Monteiro, Marschner, Rienhoff (4. Buchholz), Fischer – Seiler, Heidenreich – Kossowski, Moklis (80. Kolodzick), M. Schubring – Janelt.
SR: Paltchikov (Groß Grönau); Z: 180. Tore: 1:0 Piesker (11.), 1:1 M. Schubring (30.), 1:2 Kossowski (37.), 2:2 Piesker (42.), 3:2 Bilgen (78.).

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