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Abstiegskampf : SVE-Auftritt „besorgniserregend“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Stormarner Fußball-Regionalligist unterliegt bei Schlusslicht Victoria Hamburg mit 1:2. Trainer Oliver Zapel kritisiert Spieler für schwache Leistung und sagt: „Hier stand eine Mannschaft auf dem Platz, die bereits abgestiegen ist.“

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Wenn im Nieselregen Anfang Dezember zwei Abstiegskandidaten aufeinander treffen, kann niemand ein Fußballfest erwarten. Was zählt, sind Punkte – diese aber brachten die Fußballer des SV Eichede vom Regionalliga-Spiel beim SC Victoria nicht mit. Am Ende hieß es 2:1 (1:0). Ein Auftritt, der SVE-Coach Oliver Zapel an die Nieren ging. „Diese Leistung war besorgniserregend. Normalerweise steht bei uns eine Mannschaft auf dem Platz, die gegen den Abstieg kämpft. Hier stand eine Mannschaft auf dem Platz, die bereits abgestiegen ist“, kritisierte Zapel.

Victoria hatte nie darüber nachgedacht, die Partie abzusagen. Die personellen Probleme der Eicheder in der Defensive nach den drei Platzverweisen in der Vorwoche war allgegenwärtig. Zapel sprach gar von 14 verletzten und gesperrten Akteuren. Zumindest war die Abwehrreihe komplett neu formiert, in der Jacob Rienhoff sein Regionalliga-Debüt feierte.

Victoria schaffte es aber zunächst nicht, diese Schwäche auszunutzen. Auf schneebedecktem Boden war an spielerische Mittel nicht viel zu denken. Lang und hoch – das war das Motto. Es tat sich nicht viel vor und in den beiden Strafräumen. Beide Seiten waren bemüht, in der Defensive gut zu stehen und wenig Fehler zu machen. Dazu gehört es allerdings auch, wenig Standardsituationen zuzulassen. Bei den Verhältnissen konnte es nur über Frei- und Eckstöße gehen – und so führte eine Ecke für Victoria auch zum 1:0: Fabian Lucassen kam nach der Hereingabe von rechts zögerlich von der Linie, sah im Zweikampf mit Eybächer vier Meter vor Tor nicht gut aus, kam aber trotzdem an den Ball. Die schwache Faustabwehr wäre wohl nur ungefähr zehn Meter weit geflogen, aber dazu kam es erst gar nicht, weil Lucassen den über Kopfhöhe befindlichen Arm von Eybächer traf, von wo der Ball fast vor die Torlinie prallte und Sara nur noch abstauben musste. Es war ein irreguläres Tor. Schiedsrichter Axel Martin war zögerlich und machte zunächst den Eindruck, er wolle Eybächer fragen. Doch dann beließ er es trotz aller Proteste beim Tor.

Nach der Pause setzte Bento mit einem Fernschuss, den Grubba locker fing, ein erstes Zeichen (47.). Doch dann lief Eichede wieder nur der Musik hinterher: Victoria setzte sich in der SVE-Häfte fest. Zapel hatte die Nase voll und wechselte. Danach gelang tatsächlich etwas – natürlich durch Standards: In der 69. Minute landete ein Freistoß von Malte Buchholz am zweiten Pfosten, wo Jakub Heidenreich aus spitzem Winkel an Tobias Grubba scheiterte. Der Ausgleich fiel dennoch: Nach einem Eckball von rechts verlängerte Huseni aus sechs Metern ins kurze Eck. Doch die Freude währte nicht lange: Hooses Freistoßflanke aus dem Halbfeld köpfte Eybächer zurück in die Mitte, Lucassen irrte hilflos durch seinen Torraum, ehe Sampaney aus fünf Metern über den Keeper ins linke Eck köpfte. In der Schlussphase brauchte das Schlusslicht den Vorsprung nur noch zu verwalten, Eichede fehlten die Mittel, um eine Wende herbeizuführen.Victoria Hamburg: Grubba – Sampaney, Keyser, Eybächer, Lindener – Hegert, Boock – Azong (73. Subasic), Hoose, Sachs (89. Carolus) – Sara (86. Schulz).

SV Eichede: Lucassen – Plate, Jac. Rienhoff, Buchholz, Heidenreich – Güzel (63. Meyer), Fischer – Kossowski (59. F. Hinkelmann), Bento, Kummerfeldt (59. Heitbrock) – Huseni.

SR: Martin (Nordholz). – Z: 249.

Tore: 1:0 Sara (38.), 1:1 Huseni (71.), 2:1 Sampaney (74.).

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