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Torspektakel : SV Eichede verspielt 5:1-Führung

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die SH-Liga-Fußballer des SV Eichede sahen nach einer zwischenzeitlichen 5:1-Führung bereits wie der sichere Sieger aus. Doch in der Schlussphase kippte die Partie und der SV Henstedt-Ulzburg entführte noch einen Punkt.

Ob die SH-Liga-Fußballer des SV Henstedt-Ulzburg auf ihrer Heimreise vom Auswärtsspiel beim SV Eichede den Song „An Tagen wie diesen“ von der deutschsprachige Rockband „Die Toten Hosen“ gehört haben, konnte nicht geklärt werden. Passend zur Stimmung des Aufsteigers aber wäre es nicht verwunderlich. Denn in diesem Lied geht es um Tage, die man nie vergisst – im positivsten Sinne. Doch den 31. August 2014 dürften auch die ambitionierten Eicheder Kicker so schnell nicht vergessen. Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würden die Steinburger einen Kantersieg gegen den Aufsteiger feiern. Doch trotz einer zwischenzeitlichen 5:1-Führung reichte es am Ende nur zu einem Remis. In einer ebenso kuriosen wie packenden Schlussphase egalisierten die Segeberger den Rückstand und bejubelten am Ende das 5:5, als hätten sie gerade die Meisterschaft gewonnen. „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“, heißt es passend dazu im Song der Düsseldorfer Rockband. Nach dieser Art von Musik dürfte SVE-Trainer Oliver Zapel indes nicht gewesen sein – wohl eher nach Schlagersängerin Gitte, die im Jahr 1980 trällerte: „Freu’ dich bloß nicht zu früh.“

Zur Pressekonferenz erschien der Coach des SVE nicht mehr, sondern verließ wütend vorzeitig das heimische Ernst-Wagener-Stadion. Assistenztrainer Dirk Kohlmann fand stattdessen deutliche Worte: „Wir sind geschockt, können gar nicht glauben, was hier passiert ist. Innerhalb von 20 Minuten sind wir komplett zusammengebrochen. Darüber wird noch zu sprechen sein.“

Das Match hatte zunächst den erwarteten Verlauf genommen. Eichede dominierte das Geschehen und erspielte sich gegen tief stehende Gäste schnell gute Chancen. So musste Andre Zick im Kasten der Gäste bereits nach sechs Minuten sein ganzes Können aufbieten, um nach einer Flanke von Torge Maltzahn den Kopfball von Jonathan Marschner mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke zu klären. Der SVHU-Keeper war es auch, der gegen Jakub Heidenreich (22.) die Oberhand behielt. Dennoch schien die SVE-Führung nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch das erste Tor der Partie fiel überraschend auf der Gegenseite. Aus dem Nichts heraus traf Jannick Martens zum 0:1 (27.). Unbeeindruckt des Rückstandes schlugen die Hausherren sofort zurück, glichen durch Vincent Janelt postwendend aus. Nach vergebenen Chancen von Kossowski (31., Kopfball vorbei), und Maltzahn (36., knapp drüber) war es dann erneut Janelt, der kurz vor der Pause seine Elf durchaus verdient in Front schoss.

Nach dem Wiederbeginn folgten dann Tore satt. Erneut Janelt (56.), Torge Maltzahn (60.) und Flodyn Baloki erhöhte den Vorsprung des SVE auf 5:1 (67.). Die Partie schien gelaufen, doch dann meldete sich der SVHU zurück. Innerhalb von einer Viertelstunde verkürzten Martens, Makome-Mabouba und Halle auf 5:4. Der SVE taumelte. Und als Thilo Pajewski per Kopf den Ausgleich erzielte (88.), war die Sensation perfekt.

SV Eichede: Berndt – Jan-Ole Rienhoff, Buchholz, Marschner – Kossowski, Seiler (64. M. Schubring), Heidenreich, Fischer – Baloki, Janelt (65. Lechler), Maltzahn.

SV Henstedt-Ulzburg: Zick – Bara (70. Friedrich), Geertz (46. Pajewski), Kuate Nzuakue, Niedermeyer – Inci, Alioua, Grossmann, Makome-Mabouba – Martens, Halle.
SR: von Glischinski (Eilbek); Z: 235.
Tore: 0:1 Martens (27.), 1:1 Janelt (29.), 2:1 Janelt (39.), 3:1 Janelt (56.), 4:1 Maltzahn (60., Foulelfmeter), 5:1 Baloki (67.), 5:2 Martens (68.), 5:3 Makome-Mabouba (74.), 5:4 Halle (84.), 5:5 Pajewski (88.).

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erstellt am 01.Sep.2014 | 08:00 Uhr

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