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Personal-Wirrwarr : SV Eichede: Torwartchaos und Gastgeschenke

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trainer Oliver Zapel begründet Niederlage des Fußball-Regionalligisten gegen Havelse mit kurzfristiger Umstellung zwischen den Pfosten. Stormarner wachen beim 1:4 gegen den Vizemeister der Vorsaison zu spät auf.

Die 1:4-Pleite des SV Eichede am vergangenen Sonntag in der Fußball-Regionalliga Nord gegen den TSV Havelse hatte ihre ersten Ursachen schon vor dem Anstoß. „Ich wusste erst drei Minuten vor dem Anpfiff, wer eigentlich im Tor spielt“, ärgerte sich SVE-Trainer Oliver Zapel. Daran war diesmal nicht die Rotationspolitik, die jedem der vier Torleute einen Einsatz in den ersten vier Spielen ermöglichen sollte, schuld. Fynn Berndt, eigentlich an der Reihe, stand schon auf dem Spielbericht, musste jedoch nach dem Warmmachen wegen Rückenbeschwerden passen. Daraufhin sollte Fabian Lucassen, in Zivil unter den Zuschauern, gegen seinen Ex-Verein ran. Doch die SVE-Verantwortlichen bekamen plötzlich Zweifel, ob der 26-Jährige nach seinem Einsatz am Sonnabend in der Reserve überhaupt spielberechtigt wäre. Staffelleiter Jürgen Stebani war nicht zu erreichen, sein Vertreter Klaus Schneider mochte sich nicht festlegen – und so blieb Lucassen draußen. Im Tor stand letztlich Julian Barkmann, einen Ersatzkeeper gab es nicht mehr. „Solche Zustände möchte ich nicht mehr erleben“, grantelte Zapel.

Den schlechten Start ins Spiel führte er darauf zurück. „Sonst sind wir eigentlich präsenter. Es ist lange her, dass wir hier zu Hause Punkte derart hergeschenkt haben“, sagte er. „Heute war es wie Weihnachten“, erklärte Zapel ernüchtert. „Wir haben Geschenke verteilt und waren ein guter Gastgeber.“ Zwar hatte der Coach „nach etwa 30 Minuten“ das Gefühl, dass seine Elf ins Spiel findet. „Da hätte das Spiel vielleicht noch kippen können.“ Stattdessen sah er „einen unglaublichen Fehlpass“ vor dem 0:2, bei dem die Eicheder den Gegner „ungestört kombinieren“ ließen, wie Zapel betonte. „Die Fans haben uns am Ende mehr aus Mitleid applaudiert als wegen der Leistung.“ Auch die Spieler reagierten ernüchtert. „Heute haben wir wieder gesehen, dass jeder Fehler in dieser Liga bestraft wird“, sagte Simon Koops, noch einer der besseren SVE-Akteure. „Eigentlich dachten wir, dass wir das 2:3 in Bremen abgeschüttelt hätten, sind aber trotzdem schlecht ins Spiel gekommen.“ Außenverteidiger-Kollege Nico Fischer sah den Grund dafür darin, dass „wir zu viel Respekt vor dem Namen Havelse hatten. Wir sind erst nach dem 0:1 aufgewacht.“ Koops ergänzte: „In der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, warum Havelse Vizemeister ist, die haben das ruhig runter gespielt.“ Fischer wusste: „Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Havelse war noch nicht einmal richtig gut. Aber wir waren heute einfach nur schlecht.“

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