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Überraschungserfolg : SV Eichede stürzt den Favoriten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Aufsteiger in die Fußball-Regionalligia schickt die Bundesliga-Reserve von Hannover 96 mit 4:0 (0:0) vom Platz. Torge Maltzahn stellt kuz nach dem Wiederanpfiff die Weichen auf Sieg, Joker Arnold Lechler sticht erneut.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 08:01 Uhr

Oliver Zapel hielt es schon nach dem 2:0 nicht mehr auf der Bank. Der Trainer von Fußball-Regionalligist SV Eichede stürmte aufs Feld, um seine Spieler zu umarmen, die in der Schlussphase „einen großen Tag für den gesamten Verein“ krönten. „Das ganze Dorf steht Kopf“, freute sich Zapel nach dem 4:0 (0:0) über den Favoriten Hannover 96 II: „Das ist kaum zu begreifen.“

Zapel hatte die Mannschaft auf den Gegner gut eingestellt. Eichedes Trainer musste auf Emanuel Bento (Muskelfaserriss) verzichten und setzte Sammy Güzel auf die Bank. Neu im Team waren Neuzugang Jakub Heidenreich und der zuletzt gesperrte Kapitän Jan-Ole Rienhoff, die die Viererkette ergänzten. Die Gastgeber begannen abwartend, ließen den Favoriten erst einmal kommen. Doch der 96-Reserve fiel nur wenig ein, sie fand gegen aggressiv und geschickt verteidigende Stormarner keine Mittel. Eine Torchance erspielten sich die Gäste in den ersten 45 Minuten nicht. Eichede selbst, mit der Zeit auch nach vorn immer mutiger, hatte die deutlich besseren Torszenen der ersten Hälfte. Nach einer Hereingabe von Simon Koops verpasste Haris Huseni in der Mitte nur um eine Fußbreite (38.). Zudem strich ein Schuss von Torge Maltzahn knapp am Gäste-Tor vorbei (41.). Drei Minuten später klärte 96-Keeper Konstantin Fuhry einen Maltzhan-Schuss zur Ecke.

Nach der Pause war zu spüren, dass der SVE Blut geleckt hatte. Früh hieß es 1:0. Huseni war von Surma gefoult worden, Maltzahn schoss den Freistoß aus 20 Metern flach und hart in Richtung Torwarteck, wo Fuhry nicht glücklich aussah (48.). Die Eicheder machten anschließend weiter Dampf – und hatten einmal Glück, als Avevor versuchte, den Ball im Strafraum an Malik Issahaku vorbeizulegen, wobei dieser die Hand zu Hilfe nahm. Es hätte auch Elfmeter geben können (54.). Als 96-Kapitän Surma dann wegen des dritten Fouls binnen zehn Minuten Gelb-Rot sah (57.), war eine Vorentscheidung gefallen. Von Hannover kam nichts mehr. Eichede legte in der Schlussphase noch drei Treffer drauf.

Kapitän Jan-Ole Rienhoff war anschließend von dem begeisternden Erfolg beeindruckt. „Geil. Unglaublich. Wir schicken Profis mit 4:0 nach Hause. Das hätte doch niemand geglaubt.“ Zapel sprach davon, dass es „nur wenige Spiele in Eichede mit so einem Qualitätsniveau der Heimmannschaft gegeben“ hätte. Vermutlich war es in Anbetracht der Qualität des Gegners sogar das beste Spiel der Vereinsgeschichte.

SV Eichede: Lucassen – Fischer, J.-O. Rienhoff, Issahaku, Heidenreich – S. Meyer, M. Hinkelmann, Koops (81. F. Hinkelmann), Kossowski (77. Kummerfeldt)– Maltzahn (67. Lechler), Huseni.

Hannover 96 II: Fuhry – Avevor, Fölster, Surma, Rutter – Ujazdowski, Ballas (56. Herrmann), Nikci (61. Blume), Gökdemir – Kadah, Kasumovic.

SR: Schönheit (Lüneburg.

Zuschauer: 425.

Tore: 1:0 Maltzahn (48.), 2:0 Lechler (78.), 3:0 S. Meyer (82.), 4:0 Huseni (85.).

Gelb-Rote Karte: Surma (57., wdh. Foulspiel).


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