Kampfspiel : SV Eichede legt in Preetz nach

Der Preetzer Broder Hansen (li.) rettet im letzten Moment vor dem Eicheder Gerrit Schubring.
Der Preetzer Broder Hansen (li.) rettet im letzten Moment vor dem Eicheder Gerrit Schubring.

SH-Liga-Fußballer aus Stormarn feiern beim 2:1 gegen PTSV den zweiten Sieg in Folge. Torge Maltzahn und Gerrit Schubring sorgen für drei Punkte.

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08. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Der Einsatz sollte belohnt werden. Und so machte Oliver Zapel nach dem Spiel im Mannschaftskreis Stimmung. „Das 1:1 war ein brutaler Rückschlag. Aber wir haben gewonnen. Heute Abend lassen wir die Sau raus“, rief der Trainer von Fußball-SH-Ligist SV Eichede inmitten seiner Schützlinge nach dem verdienten 2:1-Erfolg beim Preetzer TSV – und der Sieg bildete natürlich eine gute Grundlage für die etwas später anstehende Weihnachtsfeier der „Bravehearts“.

Die drei Punkte verdienten sich die Gäste mit einer kompakten Teamleistung, in der vor allem die Dreier-Abwehrkette um den sicheren und souveränen Kapitän Jan-Ole Rienhoff eine Trumpfkarte darstellte. Auch die Lufthoheit, die bessere Ballzirkulation und taktische Ausrichtung zählten zu den Pluspunkten der Zapel-Elf. Unterstützt aus dem Mittelfeld durch Nico Fischer und Andre Kossowski formierte sich die Eicheder Abwehr gelegentlich zur Fünferkette.

Es war ein Defensivsystem, mit dem die Preetzer über die gesamte Spieldistanz bei ihren Offensivbemühungen, die zu zwei guten Torgelegenheiten durch Oliver Dreier (18.) und Paul Sachse (25.) führten, nicht klar kamen. Auf der anderen Seite trafen Vincent Janelt (34.) und Leo Seiler (35.) bei ihren Chancen nicht. Dafür war Andre Kossowski erfolgreich, der ein Zuspiel von Seiler zum 0:1 ins leere Tor schob. Immer wieder fuhren sich die Gastgeber – vor allem in der ausgeglichenen ersten Halbzeit – bei ihren Versuchen auf einer Seite fest. Eine schnelle Spielverlagerung gelang selten. So entstanden kaum Lücken, die die Preetzer mit ihrem schnellen Angriffsspiel ausnutzen konnten.

Der Regionalliga-Absteiger schaffte es, rechtzeitig zu verschieben, Überzahl zu schaffen und die Freiräume zu besetzen. Was dazu führte, dass das Team von Danilo Blank zu ungenauen Zuspielen gezwungen und der Ball zu schnell hergegeben wurde. Es war eine Begegnung, die durch ein intensives Duell zwischen den Strafräumen zu gefallen wusste.

„Das war am Ende der Hinserie ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo und Kampf auf beiden Seiten“, stellte Preetz’ coach Danilo Blank treffend fest. „Der Sieg der Eicheder war verdient. In den entscheidenden Situationen haben wir das Falsche gemacht. Es fehlten nur Nuancen“, sagte der ehemalige Co-Trainer des SVE.

„Von den Chancen und dem Spielerischen war es das, was wir uns vorgestellt haben“, analysierte Eichedes Coach Oliver Zapel: „In der zweiten Halbzeit haben wir das 2:0 liegen lassen. Insgesamt haben wir ein gutes Pressing gespielt, die Mannschaft hat gut verteidigt und das 1:1 gut weggesteckt – nicht wie in den vergangenen Wochen. Nach dem 2:1 haben wir das souverän runtergespielt.“

Der Ausgleich war eher ein Geschenk am Nikolaustag gewesen. „Das war kein Elfmeter“, sagte Preetz’ Yannick Schnoor, der im Zweikampf mit Nico Fischer im Strafraum weggerutscht war. Gleich im nächsten Angriff stand Florian Ziehmer nach Zuspiel von Björn Schmidt vor dem 2:1 für den Preetzer TSV (65.). Doch seinen platzierten Schuss blockte Rienhoff vor der Torlinie ab. So gelang den Eichedern im Gegenzug der entscheidende Treffer. Bei einer Freistoß-Flanke von rechts stand Gerrit Schubring frei am Torraum und köpfte ein. Eine von insgesamt drei Großchancen für die Gäste: In der 46. Minute hatte Fischer aus sieben Metern knapp verzogen. Zehn Minuten später rettete Broder Hansen nach einem Janelt-Schuss.


Preetzer TSV: Weidner – Schönemann (61. Dragusha), Lindner, Hansen, Lahi – Sachse (78. Coskun), Dreier – Schnoor, F. Ziehmer, Schmidt (81. Büssau) – Stahl.

SV Eichede: Lucassen – Marschner, Jan-Ole Rienhoff, Krajinovic – Kossowski, G. Schubring, Seiler (84. Heidenreich), Fischer – Baloki (90.+1 M. Schubring), Janelt (69. Buchholz), Maltzahn.

SR: Kohn (Husum).

Zuschauer: 140.

Tore: 0:1 Maltzahn (16.), 1:1 Stahl (63., Foulelfmeter), 1:2 G. Schubring (66.).

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