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0:6-Packung : SV Eichede geht gegen VfL Wolfsburg II unter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bundesliga-Nachwuchs des VfL Wolfsburg zeigt dem Aufsteiger die Grenzen auf. Niedersachsen schenken Stormarnern in der Fußball-Regionalliga gleich ein halbes Dutzend Gegentore ein. SVE-Kapitän Jan-Ole Rienhoff kassiert zudem Gelb-Rot.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Dieser Gegner war eine Nummer zu groß. Eine deftige Klatsche kassierte Aufsteiger SV Eichede gegen den Meisterschaftsfavoriten VfL Wolfsburg II in der Fußball-Regionalliga Nord. Gegen die wohl beste Mannschaft der Klasse kamen die Stormarner nicht an ihre beste Verfassung heran und verloren auch in der Höhe verdient mit 0:6 (0:3).

SVE-Trainer Oliver Zapel musste auf den verletzten Petrik Krajinovic verzichten und setzte Benedict Kummerfeldt erstmals auf die Bank. Sammy Güzel kehrte nach abgelaufener Sperre als Rechtsverteidiger zurück in die Startelf, wo außerdem erstmals Emanuel Bento im linken Mittelfeld auflief. Simon Koops rückte ins defensive Mittelfeld, Malik Issahaku übernahm den freien Platz in der Innenverteidigung.

Die Wolfsburger, die ohne Profi-Unterstützung auskommen mussten, zeigten von Beginn an ihre Klasse. Das ließen die Stormarner jedoch auch zu – der SVE fand nicht in die Zweikämpfe und ließ den VfL-Nachwuchs vielfach leicht gewähren. Schon bei der ersten gefährlichen Aktion konnte sich Willi Evseev mühelos gegen Nico Fischer und Issahaku durchsetzen. Ein wenig Glück war für die Gäste dabei, dass sich die Flanke über Fabian Lucassen hinweg gleich zum 0:1 ins Tor senkte (6.). Von Eichede war anschließend wenig zu sehen. Ein harmloser Kopfball von Torge Maltzahn, als sich VfL-Keeper Patrick Drewes verschätzt hatte (14., vorbei) war für lange Zeit die einzige Offensivaktion. Auf der anderen Seite agierte Wolfsburg weiterhin zielstrebig. Ein Freistoß von Danko Boskovic führte über Umwege zum 0:2. Der aufgerückte Verteidiger Julian Klamt traf aus sieben Metern (21.). Vier Minuten später brachte Sammy Güzel im Strafraum Scheidhauer zu Fall. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Yazgan zum 0:3-Pausenstand (25.). Die Gäste hätten noch weitere Tore erzielen können. Doch nach einem erneuten Foul an Scheidhauer blieb ihnen ein möglicher zweiter Strafstoß verwehrt (27.), Klamt schoss aus 20 Metern knapp vorbei (36.) und Lucassen lenkte eine Direktabnahme von Granatowski zur Ecke (45.). Immerhin hatte Eichede offensiv etwas besser ins Spiel gefunden. Ein Schuss von Moritz Hinkelmann (28., vorbei), eine Parade von Drewes gegen Kossowski (43.) und eine Szene, in der Haris Huseni einen Tick zu spät kam (44.), dokumentierten das.

Im zweiten Abschnitt blieben die Niedersachsen das bessere Team, agierten cleverer und kontrollierten die Partie. Der große Schwung war aus den Offensivaktionen jedoch heraus. Mit einem Freistoß hätte Justin Eilers das 0:4 erzielen können, doch sein Schuss aus 20 Metern klatschte ans Lattenkreuz (53.). Als sich Jan-Ole Rienhoff das dritte Foul nach seiner Verwarnung leistete und t mit Gelb-Rot vom Feld musste (64.), wurde die Überlegenheit des VfL deutlicher. Einen Scheidhauer-Freistoß lenkte Lucassen noch zur Ecke (65.). Keine Chance hatte der Keeper jedoch gegen Tankulic (73.) und gegen Scheidhauer (76.). Beim letzten Tor, das Tankulic ohne große Gegenwehr erzielt (89.), sah dann auch der Keeper nicht glücklich aus.

SV Eichede: Lucassen – Güzel (70. Seiler), J.-O. Rienhoff, Issahaku, Fischer – Koops (57. F. Hinkelmann), M. Hinkelmann – Kossowski, Maltzahn (74. Schubring), Bento – Huseni.


VfL Wolfsburg II: Drewes – Winter, Klamt, Henneböle, Poggenberg – Evseev (74. Strompen), Yazgan – Eilers (70. Erkic), Granatowski – Boskovic (62. Tankulic), Scheidhauer.

SR: Porsch (Barsbüttel); Z: 610.


Tore: 0:1 Evseev (6.), 0:2 Klamt (21.), 0:3 Yazgan (25., Foulelfmeter), 0:4 Tankulic (73.), 0:5 Scheidhauer (76.), 0:6 Tankulic (89.).

Gelb-Rot: J.-O. Rienhoff (64., wiederholtes Foulspiel).

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