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„Torgeil“ : SV Eichede feiert vor Rekordkulisse Joker Arnold Lechler

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die „Wunderwaffe“ vom Stormarner Fußball-Regionalligisten trifft vor knapp 1000 Zuschauern doppelt – und hilft damit, den 0:1-Rückstand gegen St. Pauli II in einen 3:1-Sieg umzuwandeln.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 18:00 Uhr

Spätestens seit vergangenem Sonntag dürfte niemand mehr in der Fußball-Regionalliga Nord den SV Eichede unterschätzen. Nicht nur, dass der Aufsteiger sich nach dem 3:1-Erfolg über den FC St. Pauli II mit nunmehr 16 Punkten als Tabellenachter deutlich von der Abstiegszone abgesetzt hat, die Stormarner bewiesen auch große Moral. Nach mäßigem Beginn und verdientem 0:1-Rückstand drehten die Kicker vom Dorf auf – und angetrieben von knapp 1000 Zuschauern den Rückstand noch in einen verdienten Heimerfolg um. Entsprechend groß war die Freude – auf dem Platz und auf den Rängen des Ernst-Wagener-Stadions.

Inmitten von tanzenden Spielern und jubelnden Fans: Matchwinner Arnold Lechler. Der aus der Kreisliga gekommene Stürmer stach erneut als Joker, machte nach Husenis 1:1 mit einem Doppelpack den Dreier seiner Elf perfekt. „Ich habe immer Bock. Ich bin torgeil“, erklärte der 22-Jährige seine Maxime. „Wir wollten gewinnen. Dazu wollte ich meinen Teil beitragen. Das ist gelungen“, grinste der Deutsch-Russe. „Ich bin nie sicher, was passiert, wenn ich ihn bringe“, freute sich Trainer Oliver Zapel über seine „Geheimwaffe“. Torhüter Fabian Lucassen fasste die Qualitäten des Top-Jokers mit einem Schmunzeln zusammen: „Schießen, laufen, Tore machen. Das kann er, und das reicht.“

Der Keeper ordnete die Leistung ansonsten realistisch ein. „Das war insgesamt nicht überragend. Aber wir haben Moral gezeigt. Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen, wenn wir ein Tor machen. Dass es so endet, hätte ich aber auch nicht gedacht.“ Kapitän Jan-Ole Rienhoff sah es ähnlich. „60 Minuten lang war das kein schöner Fußball. Zuerst hat uns der Mut gefehlt. Erst Anfang der zweiten Hälfte sind wir besser in die Partie gekommen und haben mit Unterstützung der Fans dann das Spiel gedreht.“

Die große Unterstützung hatte auch den Trainer beeindruckt. „Die Mannschaft ist von der Atmosphäre getragen worden. So ist es hier noch nie gewesen“, sagte Zapel.

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