Bad Oldesloe : Superschönes Wochenende

Der   Auftritt der Elektroband „Susanne Blech“ am Sonnabend war erneut  Höhepunkt des dreitägigen Festivals am Poggensee.
Der Auftritt der Elektroband „Susanne Blech“ am Sonnabend war erneut Höhepunkt des dreitägigen Festivals am Poggensee.

Das Klangstadt-Open-Air 2014 am Poggensee hat die Erwartungen übertroffen. Und die Planung für 2015 hat bereits begonnen.

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25. Juli 2014, 18:18 Uhr

Das Freibad Poggensee ist wieder voll und ganz für die Badegäste da. Die Bühnen sind abgebaut, das Equipment ist in den Lagerräumen des Pro-Klangstadt e.V. eingelagert. Nun haben die Organisatoren des Klangstadt-Open-Air 2014 am Poggensee Zeit, Bilanz zu ziehen.

„Es sieht so aus, als wenn wir finanziell ein Ergebnis erzielt haben, wie im Vorjahr“, sagt Kassenwartin Mascha Bernardy. Die Ausfallbürgschaft der Stadt Bad Oldesloe wird also nicht in Anspruch genommen werden.

Insgesamt kamen knapp über 1000 Zuschauer an den drei Tagen an den Poggensee. Die meisten davon waren an allen drei Tagen dabei. Der größte Andrang mit rund 800 Besuchern auf dem Gelände gab es beim Auftritt der Elektroband „Susanne Blech“ am Sonnabend. „Das war auch beim dritten Mal ein Megaerfolg“, so Christian Bernardy, der mit Klangstadtsprecher Patrick Niemeier für die Musikauswahl zuständig war.

Ein Rekord konnte bei den Helfern vermeldet werden: Ingesamt war neben dem Kernteam der zwölf Organisatoren eine Crew von rund 130 ehrenamtlichen Helfern und Profi-Bühnenbauern vor Ort. „Wir haben Kontakte geknüpft zu neuen, jungen Helfern, die im nächsten Jahr mehr Verantwortung übernehmen wollen.“

„Es war ein Super-Wochenende, es war einmalig schön. Ich kann mich nur bei allen bedanken, dass ich Teil davon sein konnte. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr“, so Philline Letz (17) aus Bargfeld-Stegen, die zum ersten Mal im Fototeam mitarbeitete. Sehr erfreut sind die Verantwortlichen über die Resonanz, die das Festival mittlerweile bundesweit erfährt. Unter anderem waren Besuchergruppen aus Berlin, Köln, Düsseldorf, Bremen und Hannover eigens für das Festival an den Poggensee gekommen. Viele hatten von ihren favorisierten Bands positive Dinge über das Klangstadt-Open-Air gehört, andere hatten Bilder im Internet und eine Video-Kurzdokumentation gesehen.

„Es war super, großartig. Wir wollen nächstes Jahr wieder dabei sein“, sagt Anja Wilk aus Köln, die mit ihrem Freund gekommen war. Der Großteil der Gäste stammte wie gewohnt aus Stormarn, aber auch aus Hamburg, Lübeck, Bad Segeberg und Kiel kamen viele angereist. „Das liegt auch daran, dass wir viele Bands bei uns haben, die aus der Region stammen und dort bekannt sind. Die ziehen ihre Leute und die kommen oft im nächsten Jahr wieder. Das ist der Entdeckerfaktor, auf den wir sehr setzen“, so Bernardy.

Trotz des erneuten Erfolgs wird bereits über Änderungen nachgedacht. „Es gibt immer etwas, was man verbessern könnte. Das neue Zelt mit dem Ballroom und das ruhigere Programm mit Poetry Slam, Hörspielbar und Akustikmusik kamen gut an. Auch das DJ-Set am Ende der Tage war ein Gewinn. Aber hier gab es auch erste Beschwerden von Anwohnern. Das werden wir optimieren“, so Niemeier. „Wir haben uns an die Auflagen gehalten, diese aber anders als in den Vorjahren auch voll ausgereizt und am Sonntag bis 22 Uhr Programm angeboten. Ob wir das in der Form noch mal machen, müssen wir sehen“, so der Klangstadtsprecher weiter.

Er möchte sich aktuell noch nicht auf eine Fortsetzung festlegen. „Das entscheide ja nicht ich alleine. Wir gehen davon aktuell aus und möchten die Tradition natürlich fortsetzen. Aber erst mal muss man analysieren, wie es gelaufen ist in allen Bereichen. Auch wenn wir als Verein kein Profiveranstalter sind, gehen wir alle unsere Bereiche professionell an, das gilt auch für die Aufarbeitung. Wenn wir uns für die Fortsetzung entscheiden im nächsten Jahr, muss daher auch jeder Posten weiterhin so gut besetzt sein. Das Team ist super eingespielt und viele Orga-Mitglieder nicht einfach zu ersetzen, wenn es sein müsste. Das werden wir nach den Sommerferien in Ruhe besprechen und legen uns dann fest“, so Niemeier.

Zehn Monate dauerte die Vorbereitung, die für die nächste Ausgabe dann im September anlaufen soll. Genug Ideen sind vorhanden und so um die 50 Bands haben sich bereits jetzt für das nächste Jahr beworben. „Das Klangstadt-Open-Air ist eine Marke geworden, weit über Bad Oldesloe und Stormarn hinaus. Das freut uns, bringt aber eben auch Erwartungshaltungen und Verantwortung mit sich“, so Patrick Niemeier.

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