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Oldesloer Weihnachtsmarkt : Süßer die Shantys nie klingen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Markt am Mühlrad und der Shantychor, der von seinem angestammten Platz wechselte: In der Mühlenstraße gab es zwei neue Weihnachtsattraktionen.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Shantychor mit Zipfelmützen, Punschverkauf an jeder Ecke, ein kleiner Weihnachtsmarkt am Mühlrad und ein Feuerwehrmusikzug auf spontanem Konzertausflug – wer sagt dass an den Tagen vor Weihnachten in Oldesloes Innenstadt nichts los ist? Den Weihnachtsmarkt am Mühlrad hatte Susanne Relling–Peters, Vorsitzende der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute, mit Unterstützung einiger Mitstreiter auf die Beine gestellt, weil der „Kulinarische Weihnachtsmarkt“ ausgefallen war.

Die Planungszeit war knapp, manch Kooperationsanlauf ein wenig chaotisch, aber am Ende stand ein Ergebnis, mit dem Relling–Peters zufrieden war. „Es macht Spaß, und die Oldesloer nehmen den Markt sehr gut an. Es hat sich gelohnt“, zog sie eine Zwischenbilanz.

Die Mehrheit der Besucher zeigte sich sehr angetan von der gemütlichen Atmosphäre. Vor allem die Stände mit Punsch, Würstchen und Crepes kamen gut an. In drei weiteren Buden gab es Kunsthandwerk. Auch wenn dieser Bereich ein wenig abgekoppelt wirkte, „lief es zumindest am Freitag und Sonnabend für uns sehr gut. Generell finden wir es halt wichtig, dass sich jemand für diesen Markt eingesetzt hat“, so Ellfriede Storjohann und Helga Denkelmann vom Stand der Wollschwalben.

Dieses Wohlwollen gegenüber den Organisatoren äußerten auch viele Besucher – mit kleinen Einschränkungen: Etwas mehr Kunsthandwerk, etwas mehr „Last Minute Geschenke“ und doppelt so viele Buden – dann wäre das alles perfekt, so das Fazit vieler Besucher. „Es war sozusagen ein Testlauf. Nächstes Jahr wissen wir einige Sachen besser. Vielleicht dann tatsächlich ein kleines Stück größer“, so die GOK-Vorsitzende. Ein Kritikpunkt am Standort Mühlrad war der nicht barrierefreie Zugang zu den Buden. Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen hatten es entsprechend schwer. „Vielleicht kann man eine Lösung finden für das nächste Jahr“, sagte Susanne Relling Peters.

Benjamin Rodloff von LED-Events, der den sehr gut frequentierten Punschstand betrieb, könnte sich auch eine Wiederholung auf dem Marktplatz vorstellen, „da wo es gefühlt auch hingehört.“ In diesem Punkt stimmen ihm viele Besucher zu. Mit der Resonanz sei er aber auch auf dem Mühlplatz durchaus zufrieden.

200 Meter weiter, vor der Gaststätte „Zur Mühle“, sorgte der Shantychor mit einer weiteren Premiere für den größten Andrang am Wochenende. Der traditionelle Standort war die „Alte Bierquelle“, heute „Tante Martha“. Dort hatte man nicht mehr proben dürfe, also wollte man dort auch nicht auftreten, erklärte Sänger Manfred Thomsen. Mit eigenem Punschverkauf und Seemanns- und Weihnachtsklassikern im Gepäck, gab der Chor mehrere kurze Konzerte.

Manchen Passanten in Geschenkeeinkaufsstress passte das allerdings nicht. Der große Publikumsandrang sorgte bei ihnen für Kopfschütteln. Wer zu Douglas oder Arko wollte, musste wirklich etwas Geduld mitbringen. Die Eingangstüren waren zeitweise von fröhlichen Shantyfans zugestellt.

Während es rund um diesen Auftritt sehr voll wurde, und der Mühlradweihnachtsmarkt zumindest gut gefüllt war, war es rund um den Marktplatz nach Ende des Wochenmarkts relativ leer. Obwohl sich einige Läden bemühten, für weihnachtliches Flair zu sorgen, fehlte es dort an Aktionen, mit denen man die Innenstadt hätte beleben können – Wasser auf die Mühlen derer, die den Weihnachtsmarkt weiter auf dem Marktplatz sehen wollen.

Für besondere Konzertmomente sorgte an der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Oldesloe, der spontane Weihnachtslieder an verschiedenen Orten zum Besten gab, unter anderem in einem Supermarkt.

Der Mühlradweihnachtsmarkt endet heute mit einem Konzert von Gabi Liedtke. Benni Rodloff von LED macht morgen auf eigene Faust weiter. Er bietet Punsch an, wie er es auf dem Kulinarischen Weihnachtsmarkt tat. „Das gehört einfach schon dazu.“

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