Viele Einsätze : Sturm – Fluten – Flammen

In Ahrensfelde waren Felder überschwemmt und Feuerwehrleute im Lenzeinsatz: Ein Gartenhaus wurde zum Hausboot.
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In Ahrensfelde waren Felder überschwemmt und Feuerwehrleute im Lenzeinsatz: Ein Gartenhaus wurde zum Hausboot.

Die freiwilligen Feuerwehren in Stormarn hatten alle Hände voll zu tun.

shz.de von
05. Januar 2018, 06:00 Uhr

„Land unter“ heißt es seit dem späten Mittwochabend in weiten Teilen Stormarns. Etliche Feuerwehren sind unermüdlich im Einsatz, um Überschwemmungen zu beseitigen.

Ahrensfelde: Dort drückte das Wasser von den Feldern bedrohlich nahe an die Häuser heran. Landwirt Wilhelm Rundshagen sagte: „An der tiefsten Stelle steht das Wasser rund zwei Meter hoch auf der Koppel, sogar unser Gartenhaus schwimmt.“ Feuerwehrleute aus Ahrensburg und Ahrensfelde brachten mehrere Pumpen samt Tragkraftspritzen in Stellung und lenzten rund sieben Kubikmeter Wasser pro Minute von den überfluteten Feldern in den nahegelegenen Ahrensfelder Teich.

Siek: Nach heftigen Regenfällen wurde in der Nacht auch der Garten eines Einfamilienhauses in der Neuen Straße in Siek überflutet. In der Folge lief das Wasser sturzbachartig über die Kasematten in den gesamten Keller des Hauses. Die Hausbewohnerin hatte gegen 22 Uhr den Notruf gewählt und kurze Zeit später trafen die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort ein. Zunächst häuften die Feuerwehrleute einen Damm aus Erde und Sandsäcken an den Zugängen zum Keller auf. Danach gruben sie mit Schaufeln einen Entwässerungsgraben zur Straße. Nachdem dadurch kein Wasser mehr in den Keller laufen konnte, legten sie diesen mit Pumpen trocken.

Lütjensee: Gleiches Bild in der Gemeinde Lütjensee. Auch dort liefen Keller und Garagen voll. Direkt neben der Feuerwache in der Alten Schulstraße hat die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. In der Folge liefen die Keller und die tiefer gelegenen Garagen eines Mehrfamilienhauses voll. Mit mehreren Pumpen rückten die Feuerwehrleute gegen die Wassermassen vor. Nicht ganz einfach, denn das Wasser drückte immer wieder über die Kanalisation zurück. Deshalb wurden mehrere hundert Meter Schlauchleitungen verlegt und das Wasser aus den Kellern in die Kanalisation an der Hamburger Straße gepumpt.

Hoisdorf: Aber nicht nur die Fluten beschäftigten Stormarns Feuerwehren: In der Nacht zum Donnerstag kam es an einem Anbau eines Einfamilienhauses „Am Bocksberg“ in Hoisdorf zu einem Feuer. Der Anbau ist zirka 11 x 10 Meter groß und diente als Garage, Werkstatt und Heizungsraum. Das Einfamilienhaus wird durch ein Ehepaar bewohnt. Diese bemerkten gegen 00.20 Uhr das Feuer und verständigten über Notruf Feuerwehr und Polizei. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des Anbaus bereits vollständig in Flammen. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Haupthaus verhindern. Dieses blieb bewohnbar. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 45 000 Euro geschätzt. Die Ursache ist noch unklar. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ahrensburg: Zum Sturmeinsatz ist in der Nacht die Feuerwehr der Schlossstadt ausgerückt. In der Adolfstraße hatten Anwohner ein lautes Knackgeräusch gehört und einen beschädigten Baum am Straßenrand entdeckt. Sie wählten den Notruf. Kurze Zeit später trafen die Feuerwehrleute ein. Schnell war klar, der Stamm hatte einen dicken Riss. Leider hatte ein Anwohner sein Auto direkt unterm beschädigten Baum geparkt. Deshalb wurde von der Polizei ein Abschlepper informiert, der leider ohne Kranvorrichtung angerückt ist. Bevor ein weiterer Abschlepper alarmiert wurde, hatte der Autobesitzer bemerkt, dass er im gefährlichen Bereich parkte und fuhr sein Auto weg. Danach haben die Feuerwehrleute aus dem Korb der Drehleiter heraus den beschädigten Stamm mit der Motorsäge entfernt.



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