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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 12:56 Uhr

Sturm auf die Pyramide

vom

Der neue Spielplatz im Stadtteil Hagen lockt auch mit einer Slackline und einem roten Frosch

Ahrensburg | Die erste kleine Besucherin hatte sich bereits vor der Eröffnung am Tor des Spielplatzes im Pionierweg eingefunden und blickte sehnsüchtig über den Zaun. Anette Kirchgeorg, bei der Stadt Ahrensburg zuständig für den Fachdienst Umwelt, musste sie noch vertrösten. Zusammen mit den Kindern der Kita Pionierweg wartete das Mädchen am gestrigen Freitag auf die Eröffnung des Spielplatzes neben dem Kita-Gelände durch die stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Philipp-Richter. Unter den Anwesenden waren auch Kollege Hauke Schmidt, Christian Schwiersch vom Ahrensburger Bauhof und Martina Meier-Scheel, Leiterin der Kita.

Susanne Philipp-Richter veranschaulichte ihren kleinen Zuhörern in einfachen Sätzen den mitunter komplizierten Werdegang des Spielareals. Wie Hauke Schmidt erklärte, war die Fläche neben der Kindertagesstätte in Bebauungsplänen schon seit den 70er Jahren als Spielplatz vorgesehen. Da aber die Spielfläche des Kindergartens nachmittags öffentlich genutzt werden konnte, habe man von der Bebauung abgesehen. Als zu dem Kindergartenbetrieb 2011 ein Krippenangebot mit Ganztagesbetreuung hinzukam, funktionierte das nicht mehr.

Schnell wurde die Planung für den Umbau der 2000 qm großen Fläche zu einem öffentlichen Spielplatz mit Rücksichtnahme auf das angrenzende Naturschutzgebiet vorangetrieben. Anfang 2013 begann die Bauphase, zunächst behindert durch den langen Winter und die dadurch entstandene Feuchtigkeit.

Erster Bestandteil des Areals war ein großer roter Frosch, ein Werk des Holzkünstlers Gisbert Baarmann. Hinzu gesellten sich eine etwa sechs Meter hohe Seilpyramide mit Rutsche, ein kleines Biotop und eine Slack line. Insgesamt kostete der Platz 150 000 Euro.

Kaum hatte Susanne Philipp-Richter zusammen mit Natan das Absperrband am Tor des "traumhaften" Spielplatzes durchgeschnitten, stürmte die Kinderschar auf die Kletterpyramide. In beeindruckender Geschwindigkeit erklommen Mutige die Spitze und ließen verlauten: "Erster"! Der rote Frosch hatte bei vielen Erwachsenen Verwirrung über seinen Zweck ausgelöst. "Ich dachte, das wird ein Springbrunnen oder ein Abfalleimer!", meinte eine Erzieherin der Kita. Die Kinder interpretierten ihn als weiteres Klettergerät.

Schließlich trauten sich auch die Ersten auf die wacklige Slackline und an der Hand eines Erwachsenen meisterten die Kinder diese Herausforderung mit Bravour. Dennoch kritisierte manch ein Erwachsener, dass die Spielgeräte nicht für Kinder aller Altersgruppen geeignet seien. Hauke Schmidt signalisierte, dass "ohne Druck" noch ein Sandkasten und ein Wackeltier folgen würden. Bis dahin können sich Kinder an den anderen Geräten erfreuen.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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