Stubben – Dorf mit wechselvoller Geschichte

155 Exemplare der Chronik wurden gedruckt.
155 Exemplare der Chronik wurden gedruckt.

Eigene Chronik wird Sonntag offiziell vorgestellt / Zahlreiche Exemplare bereits vorbestellt

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14. November 2017, 10:15 Uhr

Die kleine Gemeinde Stubben vor den Toren Stormarns mit ihren knapp 400 Einwohnern bekommt jetzt eine eigene Chronik. Bisher gab es nur eine Schulchronik aus den 1980er Jahren, die damals von Günter Sievert verfasst wurde. Vorgestellt wird das neue Werk offiziell am Sonntag, 19. November, ab 13 Uhr in der Alten Schule in Stubben. Zahlreiche der gedruckten 155 Exemplare sind bereits vorbestellt. Aber es gibt am Sonntag noch einige Chroniken zu kaufen.

Angefangen mit der Chronik hat alles am 17. Februar 2014. Auf einer Gemeinderatssitzung fragte der inzwischen verstorbene Bürgermeister Günter Luska die anwesenden Besucher, wer von ihnen bei der Erstellung einer Chronik mitarbeiten würde. Spontan meldeten sich Jürgen Jellmann, August Witten, Axel Pankonin und Annette Peemöller. Dazu kam dann noch Angela Drengenberg-Gecks. Seit Anfang 2014 wurden von der Chronikgruppe alte Fotos, Dokumente, Urkunden und Schriftstücke zusammengetragen und ausgewertet. Auf mehreren Dia-Abenden gab es quasi bebilderte Zwischenberichte, wie weit es mit der Chronik vorangeschritten war.

Aufgeschrieben wurde die Dorfgeschichte von Jürgen Jellmann. Er digitalisierte auch die alten Fotos, griff zudem selbst zur Kamera. Auf zahlreichen Seiten können die Leser dadurch zum Beispiel in der Rubrik „Dorf- und Hausansichten im Wandel der Zeit“ sehen, wie es früher ausgesehen hat und wie es jetzt in ihrem Dorf aussieht. In der Chronik befinden sich zudem zahlreiche Luftbildaufnahmen aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten.

Das kleine Dorf hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es gehörte mal zu Dänemark, mal zu England, mal zu Österreich, zu Preußen und zu Frankreich. Nach einer Zusammenfassung der Geschichte Stubbens ist die Chronik dann in die verschiedenen Kategorien aufgeteilt. Das reicht von der Hexenverfolgung, der Feuerwehr, das Vereinsleben, skurrile und unglaubliche Geschichten, einem Kapitel über die Nazizeit und die Besatzung durch die Briten nach dem Krieg, Berichte von Zeitzeugen bis hin zum quirligen Dorfleben und der Schließung der letzten Kneipe. Stubben hat schon einen etwas besonderen Status. Es gehört heute zum Amt Sandesneben-Nusse im Kreis Herzogtum Lauenburg, hat aber auch zahlreiche Verbindungen zu Stormarn. Die Kinder aus dem Ort gehen in Mollhagen in die Kita und besuchen dort auch die Grundschule. Zudem gehört Stubben zur Stormarner Kirchengemeinde Eichede.

Die Stubber Chronik hat 245 Seiten. Gefördert wurde die Erstellung finanziell von der Gemeinde, dem Kulturverein Stubben und Sponsoren. Das Buch kann bei der Vorstellung am Sonntag in der Alten Schule für 20 Euro erworben werden.

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