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Bad Oldesloe : „Strümpfe gehen am besten weg“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Oldesloer Wollschwalben nähen für einen guten Zweck und freuen sich auf den Verkauf auf Advents- und Weihnachtsmärkten.

Mehr als bunte 80 Taschen haben Helga Denkelmann und Monika Studt schon genäht, denn jetzt beginnt die Zeit der Advents- und Weihnachtsmärkte, das ist die Hauptverkaufszeit für die Wollschwaben. Neben Kinderpullovern, Socken, Mützen und Pulswärmern stricken und häkeln die fleißigen Frauen auch Topflappen und kleine Minisöckchen als Schlüsselanhänger. „Die Strümpfe gehen am besten weg und bringen uns am meisten Geld rein“, sagt Helga Denkelmann, die jüngst ihren 80. Geburtstag feierte und die Wollschwalben vor 30 Jahren ins Leben rief. Seitdem hat die Damenriege, der zurzeit sieben Handarbeiterinnen angehören, erstaunliche 68 000 Euro erstrickt und für gute und karitative Zwecke gespendet.

Kein Kindergarten in Bad Oldesloe und Umgebung, der noch nicht mehrere Spendenschecks von den Wollschwalben bekommen hat. Auch die Jugendfeuerwehr profitiert regelmäßig von den Einnahmen der Wollschwalben, wenn sie ihre schönen Strickwaren auf Basaren und Märkten verkaufen. Nun kommen also noch Taschen dazu, die Monika Studt aus Stoffresten zunächst zuschneidet, bevor Helga Denkelmann an ihrer alten Singer-Nähmaschine setzt und die Teile zu kleinen, praktischen Henkeltaschen zusammennäht.

„Früher haben wir auch Schürzen, Klammerkleidchen und Puppenkleidung genäht“, sagt die engagierte Oldesloerin, bei der sich die Wollschwalben alle zwei Wochen zum gemeinsamen Handarbeiten und einer Tasse Kaffee treffen. Die kleinen Taschen werden zwar auch verkauft, in erster Linie aber möchte Helga Denkelmann sie an gute Kunden verschenken. „Wer zwei oder drei Kinderpullover oder -jacken kauft, der bekommt eine Tasche gratis dazu“, so die Seniorin, die Nachwuchssorgen plagen. „Es wird jetzt ein bisschen eng mit uns. Wir sind alle in den 80-ern“, sagt die Oldesloerin, die auch gemerkt hat, dass sich Pullover und Jacken nicht mehr so gut verkaufen lassen, wie in den Vorjahren.

„Strümpfe gehen aber gut weg und die können wir im Schlaf stricken. Wir haben sehr viele Stammkunden, manche kommen sogar extra aus Hamburg zu den Basaren“, weiß Helga Denkelmann. Ihre Stofftaschen seien auch eine hübsche Alternative zu Plastiktüten und der Umweltgedanke dahinter nicht zu verachten.

Allerliebst sind auch die kleinen Kostüme, die aus jeweils drei Geschirrhandtüchern zusammengeheftet werden. „Davon haben wir erst mal 30 Stück selbst kreiert und wollen sie zum ersten Mal auf dem Feuerwehr-Basar am 22. November verkaufen“, sagt Monika Studt. Anschließend sind die Wollschwalben wie immer am 29. November beim Adventsbasar im Bürgerhaus und am 2. Adventswochenende auf dem Beste-Trave-Adventsmarkt in der Stormarnhalle zu finden.

Und wie immer werden alle Einnahmen aus dem Verkauf für soziale Zwecke gespendet. „Es gibt sogar Leute, die zwar nichts kaufen, uns aber trotzdem Geld geben“, freut sich Helga Denkelmann. Ein großer Korb voller gestrickter Socken steht zum Verkauf auch im Wollfachgeschäft Wollywood am Marktplatz. Anfang des kommenden Jahres werden die Wollschwalben dann ihre nächsten Spendenschecks verteilen. Also liebe Leser, kauft Socken und Taschen!

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erstellt am 10.Nov.2014 | 12:13 Uhr

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