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Zehn Prozent weniger : Stromfresser bändigen und gewinnen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Energieeffizienz-Zentrum und Verbraucherzentralen helfen beim Energiesparen – Ahrensburger Claas-Christian Dähnhardt macht mit

Claas-Christian Dähnhardt möchte gerne Energie sparen. Deshalb beteiligt er sich am Wettbewerb „stromabwärts“, der vom Energieeffizienz-Zentrum Schleswig-Holstein und den Verbraucherzentralen ausgeschrieben wurde. Ziel ist es, den Stromverbrauch um zehn Prozent zu senken.

„Eigentlich wollte ich dabei nur die Energieberatung nutzen, die für die ersten 100 Teilnehmer kostenlos angeboten wurde“, sagt er und schmunzelt. Doch sein Ehrgeiz war geweckt worden. Der Energieberater kam ins Haus. „Er hat bei uns alle Elektrogeräte gründlich überprüft und den Stromverbruch gemessen“, erklärt der Diplom Sozialpädagoge aus Ahrensburg. Beim Kühlschrank schüttelte der Berater den Kopf. Das sei ein Stromfresser.

Doch da ist der erste Haken der Aktion, jedenfalls für Mieter. Denn der Kühlschrank gehört zum Inventar der Wohnung. „Wenn wir den auswechseln, müssten wir das Alt-Gerät zumindest für den Vermieter aufbewahren“, hat Dähnhardt herausgefunden.

Der zweite Haken ist die Waschmaschine im Keller des schon etwas betagten Miethauses. Der zum Waschen benötigte Strom wird nur in der Nebenkostenabrechnung für alle Mieter erfasst, die einzelnen können also hier nicht viel sparen. „Unsere alte Maschine ging im Januar kaputt, da haben wir ein sparsames Gerät gekauft“, sagt Dähnhardt.
Jedenfalls wird in der Wohnung jetzt ordentlich gespart. Der Stromzählerstand wird oft abgelesen und gemeldet. „Je öfter wir das machen, desto genauer wird die Prognose“, so Dähnhardt. Zurzeit liegt er bei minus acht Prozent im Stromverbrauch und damit gut im Mittelfeld. „Wir stehen auf dem 247. Platz von mehr 1000 Teilnehmern.“

Wenig Sparpotenzial gibt es bei Stereoanlage und Fernseher in Dähnhardts Haushalt. „Uns wurde eine abschaltbare Stecker-Leiste empfohlen, um den Stand-by-Verbrauch auszuschalten“, sagt Dähnhardt. Aber er schaltet alle Geräte ohnehin schon von Hand aus, wenn sie nicht benutzt werden. Energiesparlampen hat er ebenfalls schon lange.

Nicht gelohnt hat sich der Einsatz von Durchflussbegrenzern für Warmwasser, jedenfalls in diesem Fall. „Danach ist der Durchlauferhitzer bei uns nicht mehr angesprungen, wir mussten die Sparvorrichtung wieder ausbauen“, sagt der Ahrensburger.

Solche Geräte sind zwar wahre Stromfresser, aber das Problem ist in diesem Fall das gleiche wie beim Kühlschrank. Der Wassererhitzer gehört zum Inventar der Wohnung, das der Vermieter stellt und kann nicht einfach ausgebaut werden. Da es keine zentrale Versorgung in dem Altbau gibt, besteht auch keine Alternative.

Die Energieberatung, der Ahrnsburger hatte sie kostenlos bekommen, kann er wärmsten empfehlen. „Sie kostet nur 10 Euro, denn das wird staatlich gefördert“, erklärt Dähnhardt. Das sei nicht viel Geld und Rechne sich auf jeden Fall. Für Hausbesitzer sogar doppelt: „Dann guckt sich der Berater auch die Außendämmung an“, erläutert er.

Noch bis 28. Februar können sich Verbraucher für das Stromsparprojekt anmelden, mehr Informationen gibt es im Internet unter www.sheff-z.de. Im Wettbewerb sind Preise im Wert von 10 000 Euro ausgesetzt. Außerdem sind noch 300 Energie-Begrüßungspakete verfügbar, die kostenlos an die Teilnehmer ausgegeben werden. Sie enthalten unter anderem eine LED-Leuchte, Kugelschreiber und eine Info-Broschüre sowie kleine Überraschungen. Wer seine Stromkosten senken kann, gewinnt dabei auf jeden Fall.

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