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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 16:21 Uhr

Streit dreht sich im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ammersbeker Kreuzung: Von Pein will Ampel sofort, Tobias Koch plädiert für weitere Gespräche

Die Entscheidung an der Ammersbeker Kreuzung im Bereich der L  225 eine Ampel aufzustellen, muss nach Ansicht des SPD-Landtagsabgeordneten Tobias von Pein umgesetzt werden. „Die Entschärfung dieses Unfallschwerpunkts darf nicht durch Wahlkampfgetöse verzögert oder verhindert werden“, so von Pein, der sich für eine bauliche Veränderung eingesetzt hatte.

Die Ammersbeker FDP hat eine Petition für einen Kreisverkehr statt deiner Ampel an den Landtag auf den Weg gebracht. Die Vorwürfe träfen nicht nur den Landesbetrieb Verkehr, sondern auch alle Mitglieder der Unfallkommission mit Fachleuten aus Behörden und von der Polizei, die den Bau einer Ampelanlage empfohlen hätten. Das habe nichts mit Willkür zu tun, sondern sei Verwaltungshandeln, so von Pein: „Ich bezweifle die korrekte fachliche Einschätzung der Unfallkommission nicht.“

In Ammersbek favorisieren nicht nur die Freidemokraten, sondern auch die Mehrheit der Bürger in der Infoveranstaltung sowie Bürgermeister Horst Ansén einen Kreisverkehr. Der geforderte Neubeginn der Diskussion könne das Verfahren um Jahre zurückwerfen, so von Pein: „Die Planung und der Bau eines Kreisverkehrs sind mit vielen Unsicherheiten verbunden. Wenn es schlecht läuft verzögert sich damit die notwendige Verbesserung der Kreuzungssituation um mehrere Jahre Das wäre unverantwortlich“, so von Pein.

Man solle zunächst den Bau einer Ampelanlage abwarten, so der SPD-Abgeordnete. Wenn sie in Betrieb sei, könne die neue Verkehrsituation bewertet werden. „Wenn in der Evaluation festgestellt wird, dass die gewünschten Ziele nicht erreicht wurden muss nach weiteren entschärfenden Maßnahmen gesucht werden“, so von Pein. Das könne auch auch Kreisverkehr sein, „zu diesem Zeitpunkt gibt es hierfür keine Notwendigkeit. Wichtig ist, dass jetzt schnell etwas passiert, damit nicht noch weitere schwere Unfälle passieren.“

Komplett gegenteiliger Ansicht ist der CDU-Wahlkreisabgeordnete Tobias Koch: „Man kann den Eindruck gewinnen, dass es dem SPD-Abgeordneten in erster Linie um Wahlkampf geht, wenn die von ihm versprochene Ampel jetzt in einer Hauruckaktion noch vor dem 7. Mai aufgestellt werden soll. Für eine grundlegende Entscheidung ist das Datum der Landtagswahl vollkommen unerheblich. Es ist illusorisch zu glauben, dass später noch ein Kreisverkehr gebaut wird, wenn bereits 100  000 Euro in den Bau einer Ampelanlage investiert wurden, so Koch. Die Eingabe der Ammersbeker FDP an den Petitionsausschuss des Landtags solle ganz offensichtlich verhindern, dass von Seiten des Landes Fakten geschaffen werden, ohne die weiteren Gespräche mit der Gemeinde abzuwarten.

Sollte sich die Ammersbeker Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 14. März ebenso wie der Bauausschuss für einen Kreisel aussprechen, müssten „selbstredend die weiteren Gespräche des Bürgermeisters mit dem Land abgewartet werden“, so Koch. Mit einem Kreisverkehr lasse sich mehr Sicherheit und ein guter Verkehrsfluss gleichermaßen erreichen. Deshalb müssten Kosten und Finanzierung geklärt werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werde. „Es wäre fatal, wenn diese Chance jetzt mit dem Bau einer Ampel voreilig vertan würde.“

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erstellt am 28.Feb.2017 | 19:06 Uhr

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