Ahrensburg : "Stormini ist die schönste Stadt"

Hoher Besuch zum Abschluss:  Landrat Klaus Plöger (l.), die ehemalige Kreispräsidentin Christa Zeuke (Mitte)  mit Enkel und Ahrensburgs Bürgermeister Michael  Saach  (ganz rechts).  Foto: Niemeier
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Hoher Besuch zum Abschluss: Landrat Klaus Plöger (l.), die ehemalige Kreispräsidentin Christa Zeuke (Mitte) mit Enkel und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Saach (ganz rechts). Foto: Niemeier

Die faszinierende Stormarner Kinderstadt baut ihre Zelte ab / Stormini 2014 findet in Glinde statt

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29. Juni 2013, 09:37 Uhr

Ahrensburg | Auf der Bühne wurde der Stormini-Tanz aufgeführt, beim Schmied glühten die Eisen, der 94-jährige Seiler gab sein altes Handwerk an neugierige Kinder weiter, in der Sparkasse wurden letzte Kredite bewilligt und der Cocktailstand bereitete sich auf den Ansturm der VIPs vor.

Die waren derweil bereits am Stadttor der Kinderstadt des Kreisjugendrings bei der Grundschule am Schloss eingetroffen. Lokal- und Kreispolitiker waren dabei , sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden, Versicherungen und der Kreishanderwerkerschaft.

Auf diesen Moment hatten sich manche der kleinen Storminibesucher lange vorbereitet. Sie traten als kompetente Stadtführer auf und zeigen den Gästen das 17 000 Quadratmeter große Gelände, auf dem 240 Kinder bis dreizehn Jahre sowie 260 haupt- und ehrenamtliche Betreuer die Woche verbrachten. "Stormini ist die schönste Stadt" lautet das Motto, das hier offensichlich durchaus auch gemeinsam ge- und erlebt wurde. Es wurde viel gelacht, gescherzt, aber auch fleißig gearbeitet. Die Kinder hatten sich in ihre Jobs eingelebt. Die für eine Woche - abgesehen von den Betreuern - erwachsenen freie Kinderstadt basiert auf einem echten Wirtschaftssystem. Wer die Währung "Stormis" besitzen möchte, um sich Annehmlichkeit leisten zu können, musste dafür einer Arbeit in den 70 Jobangeboten nachgehen. Diese reichten vom Radiomoderator bis zum Automechaniker.

"Heute morgen haben die Teamer gestreikt, weil sie zu wenig Geld verdienen. Da hat das Stadtparlament dann festgestellt, dass die Gehälter nicht erhöht werden können, weil die Steuern die Woche über zu niedrig waren", erklärt Projektleiter Ansgar Büter-Menke. Das Demokratie- und Wirtschaftssystem werde so im komplexer, bleibe aber verständlich und niedrigschwellig.

Für ihre normale alltägliche Verpflegung mussten die Stadtbewohner natürlich keine hart erarbeiteten Stormis opfern. Das Deutsche Rote Kreuz hatte unter anderem 4600 Brötchen, 2200 Scheiben Weißbrot, 1000 Scheiben Schwarzbrot, 260 Liter Milch, 480 Liter Kakao, 2650 Scheiben Käse, 5600 Portionen Nutella, Honig und Marmelade mit in die Kinderstadt gebracht.

Auf der Stadtführung staunten die prominenten Besucher über die eingespielte Gesellschaft im Miniaturformat. Landrat Klaus Plöger, die ehemalige Kreispräsidentin Christa Zeuke, ihr Nachfolger Hans-Werner Hartmuth und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach lernten die gewählten Vertreter der Kinderstadt kennen. Bürgermeisterin Jana Kemcke aus Lasbek und ihre Vertreterin Sophie Hofmann aus Ahrensburg waren genauso vertreten, wie die Stormini-Botschafter Vincent Simao und Tjark Paschen aus Ahrensburg.

Heute werden die Stadttore endgültig geschlossen, und die 60 Großzelte von den fleißigen Helfern abgebaut. Was bleiben wird, sind viele Erinnerungen, Fotos, Video-Clips und die Vorfreude des Teams vom KJR und vieler Kinder auf Stormini 2014 - dann in Glinde.

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