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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 11:46 Uhr

Stormarns Unternehmen stellen sich vor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 20.Feb.2014 | 17:51 Uhr

Am Anfang war es ein Experiment, mittlerweile ist es eine Erfolgsgeschichte – die Nachtschwärmer-Jobtour geht in diesem Jahr in die vierte Runde. Das Konzept ist relativ einfach, die Umsetzung komplex: an einer bestimmten Ausbildungsrichtung interessierte Schüler besuchen zwei Unternehmen an einem eigens dafür organisierten Abend. Vor Ort infomieren Mitarbeiter und Auszubildende über ihre Erfahrungen, die Aufgaben und Möglichkeiten.

„Das ist einfach viel effektiver und besser als einfach nur eine weitere Jobmesse“, so Ralf Klesch von der Barmer, der zum Organisationsteam gehört. Auch Larissa Bebensee, Personalleiterin der Kreisverwaltung, zeigt sich überzeugt: „Es läuft von Jahr zu Jahr besser. Wir lernen noch dazu und perfektionieren das Konzept.“

Ein entscheidender Faktor sei, dass die Fragebögen, die an den Schulen ausgegeben werden, ehrlich ausgefüllt werden. Ein paar hundert Schüler eines Jahrgangs werden dann per „VIP-Einladung“ zur Nachtschwärmer-Jobtour geladen. VIP weil sich wirklich um sie gekümmert wird, inklusive Bus-Shuttle, Zusammensein in der Loge am Exer.

„Wer auf dem Fragebogen allerdings schreibt, dass er sowieso studieren möchte oder ein Jahr im Ausland plant oder zur Bundeswehr will, der wird natürlich nicht eingeladen“, sagt Ralf Klesch. Schließlich müsse man die Plätze für die Schüler bereithalten, die wirklich interessiert seien.

Mit der Jobtour möchte man vermitteln, dass Stormarn interessante Ausbildungsplätze zu bieten hat. „Für uns ist es wichtig, dass die Schüler gar nicht erst nach Hamburg gehen. Denn mit der Ausbildung verlagert man auch seinen Lebensmittelpunkt. Viele bleiben dann in der Stadt. Das ist schade für Bad Oldesloe und die Umgebung“, sagt Adelbert Fritz, Geschäftsführer der Kreishanderwerkerschaft. „Wir müssen den jungen Menschen zeigen, dass wir ein gutes Angebot vor Ort haben mit vielen Möglichkeiten für ihre Zukunft, interessante Berufe und Firmen, die sie vielleicht gar nicht kennen“, sagt Fritz.

Es sei nicht messbar wie viele Jugendliche wirklich nach der Jobtour Interesse an einem Job in den jeweiligen Unternehmen bekommen. „Aber das ist ja auch nicht das Ziel“, sagt Larissa Bebensee. Man denke langfristig.

Ein positives Beispiel ist Johanna Lachs (19). Die Oldesloerin besuchte bei der Jobtour die Sparkasse Holstein und fühlte sich in ihrer Entscheidung bestätigt, dort eine Ausbildung zu beginnen. Das hat sie im vergangenen Jahr getan, jetzt wird sie ihre positiven Erfahrungen an die nächste Schülergeneration weitergeben. Die nächste Ausgabe der Nachtschwärmer-Tour findet am 27. August statt. Die Planungen laufen auf Hochtouren.

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