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Endlich Nachfolger gefunden : Stormarns neuer Kinderbeauftragter

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Michael Eggerstedt aus Großensee tritt das lange Zeit vakante Amt am 1. Juli an. Er sieht sich als Berater, Kümmerer, Lotse und Unterstützer.

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erstellt am 24.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Der Kreis hat nach langer Zeit wieder einen Kinderbeauftragten. Der Kreistag berief am Donnerstag Michael Eggerstedt aus Großensee zum neuen Stormarner Beauftragten. Der 58-Jährige Diplom-Volkswirt ist im Personalbereich eines großen Hamburger Verkehrsunternehmens tätig. Noch – Anfang 2018 beginnt für ihn die passive Phase der Altersteilzeit.

15 Monate war die ehrenamtliche Stelle vakant nachdem Maike Vogel aus Bad Oldesloe nach nicht mal einem Jahr das Amt niedergelegt hatte. Eine erste Ausschreibung hatte keinen geeigneten Bewerber erbracht. Deshalb entschloss sich die Politik, formale Anforderungen wie die nach einem Jahresbericht im Kreistag etwas herunter zu setzen.

„Wenn man die Zeit dazu hat, sollte man sich einbringen. Ich wollte gerne gesellschaftlich tätig sein und hoffe, dass sich die Position so ausfüllen kann, wie es die Kinder und Jugendlichen in Stormarn verdienen“, sagt Eggerstedt. Erfahrungen in diesem Sektor hat er lediglich als Vater zweier erwachsener Töchter und aus einer Jugendeinrichtung in Rahlstedt. Dort leistete er zwischen seiner Ausbildung zum Schifffahrts-Kaufmann und Abitur mit anschließendem Studium seinen zweijährigen Zivildienst ab. Etwas kommunalpolitische Erfahrung eignete er sich vor rund zwei Jahrzehnten als Gemeindevertreter in Lütjensee an.

Seine künftige Rolle als Kinderbeauftragter definiert Eggerstedt als Berater, Kümmerer, Lotse und Unterstützer: „Ich sehe mich nicht als Problemlöser für Eltern und Jugendliche. Das kann mal im Einzelfall so sein, aber das Amt verstehe ich als Mittlerfunktion zwischen Jugendlichen, Kreistag und Vereinen.“ Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien seien sicherlich ein Schwerpunkt, „aber ich möchte auch neue Ideen einbringen und verstehe mich als Ansprechpartner für alle Jugendlichen. Es ist auch mein Anspruch, nicht nur in Bad Oldesloe Sprechstunden anzubieten, sondern kann mir das für den ganzen Kreis vorstellen. Bei Bedarf komme auch in Gemeindevertretungen, um mich vorzustellen“, so Michael Eggerstedt.

Zeitlich werde das Ehrenamt sicherlich anspruchsvoll, vermutet der 58–Jährige, „aber meine Frau findet es auch spannend.“ Und Zeit für seine „Leidenschaft für Literatur im Allgemeinen und Thomas Mann im Besonderen“ will er sich auch in Zukunft nehmen. In Lübeck bietet der Großenseer Führungen im Günter-Gras- und im Buddenbrookhaus an, und in der 2016 gegründeten Thomas-Mann-Gesellschaft Hamburg ist er Schatzmeister.

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