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Stormarns Mädchenschulen in preußischer Zeit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ziel der Erziehung von Mädchen war bis weit ins 19. Jahrhunderts hinein vor allem, sie auf ihre Rolle als Ehefrau, Mutter und Vorsteherin eines umfangreichen Haushaltes oder als gute Dienstbotin vorzubereiten. Nach der Volksschule gingen Mädchen aus Handwerker- und Arbeiterfamilien „in Dienst“. Töchter höherer Kreise nerwarben in Pensionaten oder Privatschulen Fremdsprachenkenntnisse und erhielten mit ästhetisch-literarischer Unterweisung „den letzten „Schliff.“ Der Abschluss gewährte jedoch keinen Zugang zu Lehre oder Studium. Dies änderte sich erst unter dem Einfluss der bürgerlichen Frauenbewegung und mit den preußischen Mädchenschulreformen seit 1873. Höhere Schulen waren bis zur Reform von 1908 aber nicht offiziell anerkannt. Erst danach berechtigte das Abitur auch Frauen zu einem Studium. In Stormarn standen ab 1913 in Bad Oldesloe mit der Königin-Luise-Schule und ab 1916 mit dem Charlotte-Paulsen-Lyzeum in Wandsbek städtische Mittel- und Höhere Töchterschulen offen. Im Rahmen der Stormarner Kultur- und Geschichtstage hält Oldesloes Stadtarchivarin Dr. Sylvina Zander (kleines Foto) am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr im Forum des Bella Donna Hauses den Vortrag „Von der höheren Mädchenschule zum Abitur – Stormarns Mädchenschulen in preußischer Zeit“. Der Eintritt ist frei.

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