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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 05:49 Uhr

Alica Gebhardt : Stormarns goldene Retterin

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Ahrensburger Schwimmerin Alica Gebhardt aus den Reihen der DLRG Oldesloe holt den Deutschen Meistertitel nach Stormarn.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Stolz sitzen die Schwimmerinnen des weiblichen DLRG Oldesloe Teams der 17- und 18-Jährigen am Beckenrand im „Travebad“. Bei den Deutschen Meisterschaften Ende Oktober konnten sie gemeinsam mit einem guten siebten Platz erneut auf sich aufmerksam machen und den Landesrekord sogar in der Team-Disziplin um sechs Sekunden verbessern. Besonders überraschend war es, weil man im Training ganz bewusst auf Stoppuhr oder irgendeine Form von Druck verzichtet hatte.

„Ich bin total stolz auf die Gruppe. Wie man sieht, halten sie zusammen und verstehen sich“, sagt Trainerin Ester Gebhardt mit Blick auf Paulina Heiligenthal (18), Marie Krickemeyer (17), Annika Booth (17), Alica Gebhardt und Louisa Rinck (17), die am Beckenrand gemeinsam reden und scherzen, bevor das Training beginnt. Besonders stolz ist die Trainerin aus doppeltem Grund auf eine ihrer Schwimmerinen: Denn Alica ist eben nicht nur ein hoch talentiertes Teammitglied, sondern auch ihre Tochter. Die 17-Jährige holte bei den Deutschen Meisterschaften den Titel im Mehrkampf und eine Bronzemedaille über 200 Meter Hindernis. „Ich war erstmal gar nicht mit besonderen Erwartungen angereist. Zwei Mal war ich in der letzten Zeit durch Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen worden. Doch nach der Bronzemedaille in der Einzeldisziplin hatte ich Blut geleckt. Der Titel im Mehrkampf war dann einfach super. Vor allem, weil es so knapp war zeitweise“, berichtet Alica. Stolz sei sie auch auf Svea Kropp (13), die sie mittlerweile bereits als Trainerin betreut und die in ihrer Altersklasse einen tollen siebten Platz holte.

Der Traum vieler Teammitglieder – die alle einen Großteil ihrer Freizeit für das Rettungsschwimmen opfern – ist nun die Weltmeisterschaft 2016. Doch vor vielen Wettkämpfen steht auch ein finanzielles Fragezeichen. Obwohl das Rettungsschwimmen in letzter Zeit aus der Ecke der Exotensportarten herauskommt, fehlt es noch an Sponsoren. „Jedes Teammitglied muss sich bei großen Wettkämpfen mit bis zu 500 Euro selbst beteiligen“, erklärt Trainerin Gebhardt. Sie hofft genau wie ihre Schützlinge, dass das Rettungsschwimmen noch mehr in den öffentlichen Fokus kommt. „Es ist ja im Prinzip die sinnvollste Sportart der Welt, denn sie rettet Leben“, so Gebhardt.  
 

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