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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 10:22 Uhr

Kontroverse : Stormarns Bauern sauer auf Rahmann

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gerold Rahmann hatte dem Bauernverband vorgeworfen, „die gute Sitte einer sachlichen Auseinandersetzung“ zu verlassen. Die gescholtenen Landwirte kontern jetzt, indem sie Rahmanns Eignung, ein Bundesforschungsinstitut zu leiten, in Frage stellen.

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 06:00 Uhr

„Die Grünen wollen die Bauern ins gesellschaftliche Abseits stellen“, sagt Hans-Joachim Wendt, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Stormarn. In einem Beitrag für das Stormarner Tageblatt vom 9. September hatte Gerold Rahmann dem Bauernverband vorgeworfen, „die gute Sitte einer sachlichen Auseinandersetzung“ zu verlassen. Diesen Ball spielt Wendt zurück an den Leiter des Thünen-Institut für ökologischen Landbau und Kreistagsabgeordneten der Grünen. „Es ist Herr Rahmann, der als Bundesbeamter und Leiter des Forschungsinstitutes im Bereich Landwirtschaft jeden Anstand und jede gute Sitte gegenüber der Landwirtschaft verloren hat.“

Er sei sich nicht zu schade, „Aussagen von Trittin und Co.“ auf die heimische Landwirtschaft zu übertragen, führe eine Neiddebatte über die Verteilung von EU-Mitteln und unterstelle den Landwirten permanenten Gesetzesbruch, so Wendt. Das bezieht sich auf die neue Knickverordnung. Die jetzt neuen gesetzlichen Regelungen, findet Wendt, „gehen weit über das akzeptable Maß hinaus, unterdrücken jede Freiwilligkeit beim Naturschutz und werden nicht zu einem besseren Schutz der Knicks führen“. Mit ihrer „Bevormundungs- und Regelungswut würden die Grünen das Maß des Erträglichen überschreiten. „Das können und werden Stormarner Landwirte nicht hinnehmen“, sagt Wendt und betont, dass „der Kreisbauernverband für 80 Prozent der Stormarner Landwirte spreche. Rahmann hatte geschrieben, dass der Bauernverband „nur noch eine bestimmte Gruppe“ vertritt, die durch grüne Politik ihre Pfründe gefährdet sieht“, und das seien die „mit Steuergeldern reich gemachten Bauern“.

„So darf und kann auch im Wahlkampf nicht über uns Landwirte hergezogen werden“, kritisiert Wendt, und fragt sich, ob Rahmann nicht eigene Ziele verfolge: „Mehr als einmal haben Landwirte schon in Frage gestellt, ob er für die Leitung eines Bundesforschungsinstituts die geeignete Besetzung ist.“

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