Stormarn trotzt Wirtschaftskrise

Der Kreis hat eine der besten Ansiedlungsbilanzen des Nordens und ist Nummer eins bei Wachstum, Kaufkraft und Beschäftigung. In diesem Jahr werden insgesamt 500 neue Arbeitsplätze entstehen.

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15. Juni 2009, 09:29 Uhr

Bad Oldesloe | Diese positive Bilanz zog Norbert Leinius, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH (WAS) auf der Vollversammlung der Industrie- und handelskammer zu Lübeck. Das Parlament der Wirtschaft tagte unter dem Vorsitz von IHK-Präses Bernd Jorkisch in den Räumen des Unternehmens E. Michaelis & Co. in Reinbek.

Leinius betonte, dass die Weiterentwicklung der Hanseregion zwischen Ostsee und Elbe und die konsequente Fortsetzung der Kooperation mit den Nachbarkreisen sowie der Metropole Hamburg und der Hansestadt Lübeck von entscheidender Bedeutung für den Kreis Stormarn seien. Zugleich forderte der WAS-Geschäftsführer einen gemeinsamen Regionalplan für die Metropolregion Hamburg.

Eine koordinierte Ansiedlungspolitik im Wirtschaftsraum Nord fordert auch Uwe Mantik, Geschäftsführer der Lübecker Cima Projekt + Entwicklung GmbH. Konzepte müssten sich an den Bedürfnissen der Nachfrage orientieren. So könnten Gemeindegrenzen überschreitende Flächenangebote den Standortanforderungen in bestimmten Fällen besser entsprechen. "Eine Konzentration auf wenige, größere Gewerbegebiete verringert im Vergleich zu mehreren, kleinteiligen Entwicklungen den Flächenverbrauch und die Zersiedlung", so Mantik Das trage auch zu einer Verringerung belastender zwischengemeindlicher Konkurrenz bei und das Angebot werde durch gezielte Vermarktung transparent und überregional wahrnehmbar.

Auf dem Empfang der Vollversammlung für Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politik sagte IHK-Präses Jorkisch vor 160 Gästen, darunter Finanzminister Rainer Wiegard, dass der Kreis Stormarn im Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit dem 30. Platz von bundesweit 409 Kreisen und dem ersten Platz in Schleswig-Holstein hervorragend abgeschnitten habe. Das sei aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. "Wir tun alles, um Stärken weiter zu stärken und die - zugegebenermaßen wenigen Schwächen - weiter zu schwächen." Jorkisch forderte, jetzt eine Gewerbeflächenkonzeption für die Metropolregion Hamburg und die Wachstumsachse A 1 zu entwickeln, um nicht bis 2018 zu warten, bis die Fehmarnbelt-Brücke stehe.

Jorkisch rief die Unternehmer auf, sich vom 10. November bis 8. Dezember an der Wahl der Vollversammlung zu beteiligen. "Die IHK ist eine Organisation von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Unsere Entscheidungen fällen wir nicht am grünen Tisch."

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