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Stormarn tischt auf und serviert eine Portion Kritik

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Von kulinarisch bis katastrophal: „Was Brüssel uns da eingebrockt hat“

Zum zehnten Mal „is(s)t Schleswig-Holstein lecker“, das wollen 16 Restaurants im Kreis einmal mehr beweisen. Mit der Aktion „Stormarn tischt auf“ zeigen die Teilnehmer von Reinfeld bis Reinbek, was die Region kulinarisch zu bieten hat. „Das sind 16 gute Gründe, nach Stormarn zu reisen und quer durch den Kreis zu genießen“, so Axel Strehl, der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Schleswig-Holstein, der mit seinem Ahrensburger Betrieb auch dabei ist und als „Stormi-Gourmet“- Gericht „geschichteten schwarzen Heilbutt mit Tomatenkräutersauce, bunten Sommergemüsen und goldgelben Bratkartoffeln“ anbietet. Es gibt bis Mitte September jeweils ein Gourmetangebot für 19,50 Euro und ein Premiumgericht für 14 Euro.

Sowohl Strehl als auch der Kreisvorsitzende der Dehoga, Dirk Steenbock, in dessen Braaker Krug die Auftaktveranstaltung stattfand, richteten kritische Worte Richtung Politik und EU. In Bezug auf die Allergenverordnung sagte Steenbock: „Das ist eine Katastrophe, was Brüssel uns da eingebrockt hat.“ Allergene müssen jetzt in der Speisekarte aufgeführt werden, demnächst auch die von Getränken, zum Beispiel vom Bier. „Wir haben ein Reinheitsgebot, jeder weiß, was drin ist. Auf den Fässern steht gar nichts drauf, aber wir sollen angeben, welcher Malz genommen wurde“, berichtete er ärgerlich. Da passte es ganz gut, das sämtliche Fraktionen des Kreistags vertreten waren.

An die Politiker gerichtet, sagte Axel Strehl: „Auch die Arbeitsstättenverordnung ist ein Problem. Gastronomen müssen arbeiten, wenn Gäste da sind. Da ist nicht jeder Arbeitstag gleich wie bei Beamten. Sagen Sie das Ihren Kollegen in Berlin.“ Das vieles „an der Realität vorbei geplant werde“, hat auch die Präsidentin der IHK Lübeck, Friederike C. Kühn, festgestellt. Sie freue sich immer auf Kontakte zu den Betrieben bei Festlichkeiten wie Ehrungen und Freisprechungen. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth betonte: „Wir unterstützen Sie gerne“ und lobte die tolle Verabschiedung des früheren Landrats Klaus Plöger. Stormarn sei ein wirtschaftsstarker Kreis und zeige mit der Aktion „das Beste, was wir bieten können“.


>Teilnehmende Betriebe sind:

Restaurant KandelaR im Hotel Hinz, Bad Oldesloe; Rohlfshagener Kupfermühle,Tremsbüttel; Restaurant und Café Klassenzimmer, Hammoor; Landgasthaus Zum Fasanenhof, Jersbek; Zum Dorfkrug, Ammersbek; Parkhotel, Casa Rossa, Restaurant Strehl, alle Ahrensburg; Braaker Krug, Braak; Landhaus Schäfer, Lütjensee; Gasthof Stahmer, Hohenfelde; Gasthof Waldeslust, Hamfelde; Strandhus, Großensee; Restaurant & Café Klönschnack, Oststeinbek; Prahls Gasthof, Ohe und das Schloss Reinbek.







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