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Abschiedsgeschenk : Stormarn-Schwan für den Landrat

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwei Jahre Arbeit benötigte die komplizierte Herstellung einer Plastik mit dem Stormarner Wappenvogel.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Mein lieber Schwan – der kann sich wirklich sehen lassen! Ferdinand Bruhn aus Braak ist sichtlich stolz auf den Stormarner Schwan, den er gestern an den scheidenden Landrat Klaus Plöger übergab – als Geschenk des Vereins „Braaker Mühle“.

Die kleine Skulptur mit dem Stormarner Wappentier ist ein Unikat und wurde in mühevoller Handarbeit gefertigt. „Seit einer Ausstellung über den Stormarner Schwan vor 15 Jahren im Kreistagsgebäude habe ich nach einer Skulptur mit Schwan gesucht. Das hat mich seitdem nicht mehr losgelassen, und da ich nichts gefunden habe, musste ich selber ran“, erzählt Ferdinand Bruhn.

Der 80-jährige Braaker war zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Borchert vor zwei Jahren zur Kreiskulturkonferenz zu Gast und ergriff dort die Gelegenheit, Landrat Klaus Plöger zu fragen, warum die Kreisverwaltung denn nicht in der Lage sei, eine Skulptur des Kreiswappens herzustellen, zum Beispiel als Wohnungsschmuck für interessierte Bürger. Der antwortete, dass er das nicht auch noch machen könne, aber gerne jemand damit anfangen möge. Das nahmen Borchert und Bruhn schließlich zum Anlass, die Sache mit dem Schwan selbst in die Hand zu nehmen.

Der Braaker Landwirt fand heraus, dass die Carlshütte Büdelsdorf vor vielen Jahren einen Eisenguss für alle Landkreise in Schleswig-Holstein angefertigt hatte und konnte tatsächlich jemanden ausfindig machen, der noch ein Exemplar des Stormarner Wappens besaß und ihm auslieh. „Ich fand dann auch eine Bildgießerei, die mir daraus eine Negativ-Gussform anfertigte. Dann brauchte ich nur noch eine Masse, mit der ich die Form füllen konnte“, erzählt der Braaker. Er fand einen speziellen Zweikomponenten-Kunstharz, mit dem es ihm nach vielen vergeblichen Versuchen schließlich gelang, einen Rohkörper herzustellen. „Irgendwann fand ich auch noch die richtigen Lackfarben zur farbigen Gestaltung“, so Bruhn.

Nach zwei Jahren mühevoller Kleinarbeit war die Wappenskulptur endlich fertig – gerade noch rechtzeitig, um sie Klaus Plöger zu überreichen, bevor er in den Ruhestand geht. „Ich wollte ja früher immer lieber einen Löwen im Wappen haben, als einen Schwan“, gesteht Klaus Plöger. „Ich werde die Skulptur im Landratszimmer aufhängen und denke doch , dass mein Nachfolger sich freuen wird“, so Plöger.

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