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Reiches Großhansdorf : Stormarn ist und bleibt Gold

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Cima-Studie zur Kaufkraft: Der Großhansdorfer gibt am meisten Geld im Einzelhandel aus.

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 06:00 Uhr

5745 Euro, 77 mehr als im Bundesdurchschnitt, gibt jeder Schleswig-Holsteiner jährlich im Einzelhandel aus, vor allem für Nahrungs- und Genussmittel (2068 Euro). Im Länderranking stehen nur Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen besser da als Schleswig-Holstein. Was allein dem Hamburger Speckgürtel zu verdanken ist.

Die Lübecker Cima Beratung + Management GmbH ermittelt jährlich auf Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamts die Verbrauchsausgaben privater Haushalte. Danach ist der nördliche Hamburger Speckgürtel die mit Abstand die kaufkräftigste Region, gefolgt vom Kieler Umland und Teilen der Achse Hamburg – Lübeck. Den Spitzenwert bei der Pro-Kopf-Nachfrage erreicht Großhansdorf. Diese übertrifft mit 7297 Euro pro Person. Das sind um 27 Prozent mehr als der Landesdurchschnitt von 5745 Euro

Ebenfalls Teil des Speckgürtels und mit einem Wert von über 20 Prozent über dem Durchschnitt stark positioniert sind das Amt Hohe Elbgeest (6909 Euro) sowie Oststeinbek und Wentorf mit rund 8670 Euro. Reinbek landete mit 6632 noch gerade so in den Top Ten. Schlusslichter der Liste sind Lauenburg Kappeln Tönning, und Friedrichstadt mit 4940 Euro. Die Westküste ist zwar insgesamt schwach, es gibt aber Ausnahmen. Die Gemeinde Reußenköge hat mit 6895 Euro die zweithöchste Kaufkraft im Land – dank geringer Einwohnerzahl und viel Einkommen aus Windenergie und Tourismus.

Eine Ausnahme gibt es auch bei den größeren Städten. Kiel, Lübeck und Flensburg und Neumünster liegen vier bis sieben Prozent unter dem Landesdurchschnitt, nur Norderstedt darüber, um neun Prozent.

Um Aussagen für die Zukunft treffen zu können, hat die Cima das Kaufkraftniveau und die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Gemeinden über 15 000 Einwohner verglichen und in vier Gruppen eingeteilt: Gewinner, Noch–Gewinner, Aufholer und Verlierer. Zwölf von 36 Kommunen sind Gewinner, drei davon aus Stormarn: Ahrensburg, Bargteheide und Glinde werden bei ohnehin schon guter Kaufkraft bevölkerungsmäßig noch zulegen. In Reinbek liegt die Kaufkraft zwar höher, die Cima stuft die Stadt aber nur in die kleine Gruppe der Noch-Gewinner ein, weil die Bevölkerung schrumpft.

Als eine von elf Aufholern wurde Bad Oldesloe klassifiziert: Die Kaufkraft ist zwar geringer, die Einwohnerprognose aber positiv. Zu den neun Verlierern gehört keine Kommune aus Stormarn, aber die Steinburger Kreisstadt Itzehoe.

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