zur Navigation springen

Ahrensburger Schlossgespräche : Stormarn gewinnt an Bedeutung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Staatssekretär Dr. Frank Nägele aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium kündigt mehr Unterstützung für Stormarn an

War das der Beginn einer neuen Freundschaft? Staatssekretär Dr. Frank Nägele aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium war Ehrengast bei den achten Ahrensburger Schlossgesprächen der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS). In der „kleinen, aber feinen Runde“, so WAS-Chef Norbert Leinius, deren Größe schon durch die Statik auf zwölf Personen beschränkt ist, hatte Nägele betont, wie wichtig Stormarn für Schleswig-Holstein ist und „dass wir sehen, dass hier die Wertschöpfung stattfindet.“

Was das genau bedeutet, muss sich noch zeigen, konkreter wurde es bereits in drei Punkten. Man unterstütze die Planung für eine gemeinsames Gewerbegebiet von Stapelfeld, Barsbüttel und Hamburg, so Nägele. Es wäre das erste länderübergreifende Gewerbegebiet. Den Kooperationsvertrag mit Wandsbek gibt es schon, nun werden Ingenieurbüros beauftragt, im Suchgebiet die am besten geeigneten Flächen zu finden, so Leinius.

Mit großer Freude nahmen die Vertreter von WAS, IHK und mehrere Unternehmen die „klare Aussage“ zur Kenntnis, dass es in Stormarn künftig eine betriebliche Förderung möglich sein wird. Bislang war der Kreis ein weißer Fleck, lediglich Innovationen konnten gefördert werden. Künftig sollen aus einen Topf mit EU–Mitteln Investitionen auch im baulichen Bereich bezuschusst werden, zum Beispiel, um eine Firma hier halten zu können. „Wir werden den Rahmen so weit wie möglich ausschöpfen“, sagte Nägele, schränkte aber auch ein: „Es muss auch in Interesse des Landes liegen.“

Dass er Unterstützung auch für den Bau eines Autohofs bei Hammoor zusagte, fand Landrat Klaus Plöger selbstverständlich. „Schließlich liegt das ja mehr im Interesse des Bundes und des Landes als des Kreises“, so Plöger. Wenn am Autobahnkreuz Bargteheide eine Fläche für einen Autohof ausgewiesen werde, müsse auch die Gemeinde Hammoor von dem Gewerbegebiet profitieren. „Das ist ein Gesamtpaket“, so der Landrat.

Zu den Themen, die Nägele mit nach Kiel nehmen will, gehören zudem der Zustand der Landesstraßen und die S 4. Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach sieht mit der S-Bahn die Chance, „den Lärmschutz in Ahrensburg völlig neu zu denken.“ In Punkto Straßenunterhaltung wollte Nägele keine Zusage machen. Klar sei aber, dass die Straßen dort in Ordnung sein müssten, wo der meiste Verkehr ist.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen