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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 14:35 Uhr

Storchenjahr "sensationell"

vom

24 Paare ließen sich 2013 in Stormarn nieder und zogen Nachwuchs auf: Acht Jungtiere mehr als im Vorjahr

Bad Oldesloe | Das Storchenjahr 2013 kann sich sehen lassen. Trotz des langen Winters und der damit verbundenen Probleme für die Störche auf der Anreise zu ihren Brutplätzen ließen sich insgesamt 24 Paare in den Horsten in Stormarn nieder. 21 von ihnen schafften es, Nachwuchs aufzuziehen, so dass es 2013 insgesamt 47 Jungstörche gab. Das sind acht mehr als im Vorjahr.

Durch den langen Winter kamen die meisten Störche erst Ende April und somit zwei bis drei Wochen später aus ihren Winterquartieren zurück als normal. Allerdings hatte das auch einen Vorteil. Während der langen Regenperiode im Mai saßen die meisten Störche noch beim Brüten auf ihren Eiern. Wären die Jungen zu diesem Zeitpunkt bereits aus den Eiern geschlüpft, dann wären einige von ihnen dem nassen Wetter zum Opfer gefallen.

Für die Storchenbetreuer vom Nabu, Andreas Hack und Kerstin Kommer, ist das Brutergebnis 2013 "nahezu sensationell". Im Durchschnitt der letzten 42 Jahre gab es in Stormarn nur 18 Storchenpaare und nur 31 Storchenjunge pro Jahr. 2013 ist inzwischen das vierte Jahr in Folge mit guten bis sehr guten Brutergebnissen, was in Bezug auf die Bestandsicherung Hoffnung macht.

Besonders erfreulich sind die Wiederbesiedlungen der Storchennester in Grönwohld und Groß Barnitz. Auch in Bargfeld-Stegen gibt es im Ortsteil Wilhelmshöhe ein weiteres Storchenpaar, das gleich im ersten Jahr drei Junge durchbrachte. Damit ist Bargfeld-Stegen mit seinen vier Storchenpaaren auf dem besten Weg zum offiziellen Storchendorf, hierzu sind fünf Paare im Ort erforderlich. Im sonst so erfolgreichen Brunsbeker Ortsteil Langelohe war in diesem Jahr ein Storchpaar leider nur sehr kurz zu Gast, ansonsten wurden alle Nester des Vorjahres wieder besetzt.

In Groß Barnitz mussten die Storchenbetreuer ein Junges aus dem Nest retten und zur Aufzucht nach Eekholt bringen. Grund: Einer der Altvögel war längere Zeit verschwunden und der andere Altvogel saß nur auf dem Nest und ging kaum auf Nahrungssuche.

Eine Änderung wird es bei der jährlichen Kontroll- und Instandhaltungstour der Storchennester durch die Nabu-Storchengebietsbetreuer geben. Aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen mit Schneesturm und durchgefrorenen Storchennestern im März wird die mit finanzieller Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn durchgeführte Tour in diesem Jahr versuchsweise erstmalig Ende Oktober durchgeführt. Dabei wird im Abstand von zwei bis drei Jahren das stark verdichtete Nistmaterial von den Horsten abgetragen und mit Holzhackschnitzeln befüllt, wodurch die Nässe in den Nestern besser abgeleitet wird. Außerdem wird die Unterkonstruktion auf Tragfähigkeit überprüft und es werden eingeschleppte Fremdkörper wie Plastikfolie und Schnüre entfernt, die eine Gefahr für Störche darstellen könnten.

Die Planungen für den, aufgrund maroder Unterkonstruktion, erforderlichen Ersatz der Nistmöglichkeit in Klein Wesenberg verzögern sich durch die notwendigen Genehmigungsverfahren bei dem für den Artenschutz zuständigen Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume. Ob die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, ist daher fraglich.

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erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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