Gutes Jahr : Störche weiter im Aufwind

Der Lasbeker Storchennachwuchs fühlt sich in seinem Nest offensichtlich wohl.
Der Lasbeker Storchennachwuchs fühlt sich in seinem Nest offensichtlich wohl.

53 Junge : Nur 1999 gab es etwas mehr Nachwuchs. Bargfeld-Stegen bleibt Stormarns Storchendorf.

Andreas Olbertz. von
29. Juli 2015, 06:00 Uhr

Zum Ende der Brutsaison 2015 blickt der Nabu Stormarn auf eines der erfolgreichsten Storchenjahre der vergangenen 44 Jahre zurück. Zu Beginn der Saison waren 28 Nester mit Paaren besetzt. Das sind zwar zwei weniger als im Vorjahr, aber dennoch das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen 1971. Nur in die Nestern in Delingsdorf, Jersbek und Rohlfshagen waren in diesem Jahr keine Störche gekommen. Nach zwei Jahren ohne Störche wurde aber das Nest in Brunsbek Langelohe diesmal wieder besetzt, allerdings war es Mitte Mai schon etwas zu spät für Nachwuchs.

Stormarns Storchendorf Nummer ein, Bargfeld-Stegen, hatte erneut sechs Storchenpaare zu Gast, von denen fünf erfolgreich Junge aufgezogen haben. Besonders erfreulich bewerten es die Nabu-Storchbetreuer Kerstin Kommer und Andreas Hack, dass es in Grönwohld nach acht erfolglosen Jahren mit zwei Jungstörchen wieder Nachwuchs gegeben hat.-Ebenso in Stemwarde: Der Standort war letztes Jahr erstmalig besetzt worden, allerdings ohne Nachwuchs. In diesem Jahr sind dort auch zwei Junge groß geworden.

Auch wenn es an eigentlich „nachwuchssicheren“ Stormarner Standorten wie Mollhagen, Neritz und Rümpel dieses Mal keine Jungstörche gab, sind 53 Storchenjunge das zweitbeste Ergebnis seit 1971. „Lediglich 1999 gab es mit 56 Jungen noch mehr Nachwuchs“, sagt Andreas Hack. Der diesjährige Durchschnitt von 1,9 Jungen pro Horstpaar liegt über dem langjährigen Durchschnitt, was dazu beiträgt, den Storchenbestand in Stormarn weiter aufzubauen. Das durchwachsene Wetter in diesem Jahr sorgte dafür, dass die Störche genug Nahrung für ihre Jungen fanden.

Die jährliche Kontroll- und Instandhaltungstour der Nester durch die Nabu-Storchengebietsbetreuer hat sich bewährt und wird in diesem Jahr wiederholt. Dabei werden wieder etwa zehn bis zwölf Storchennester kontrolliert und gereinigt. Kerstin Kommer: „Dabei wird im Abstand von zwei bis drei Jahren das stark verdichtete Nistmaterial von den Horsten abgetragen und mit Holzhackschnitzeln befüllt, wodurch die Nässe in den Nestern besser abgeleitet wird.“ Zudem werde die Unterkonstruktion auf Tragfähigkeit überprüft und eingeschleppte Fremdkörper wie Plastikfolie und Schnüre entfernt, die eine Gefahr für die Störche darstellen können.

Die Nachwuchszahlen: Bargfeld-Stegen Tonnenteich 4, Bargfeld-Stegen Mittelweg 4, 3 und 3, Bargfeld-Stegen Wilhelmshöhe 0. Bargfeld-Stegen Elmenhorster Str. 1, Grönwohld 2, Groß Barnitz 0, Hammoor 1, Heilshoop 3, Klein Wesenberg 4, Klein Schenkenberg 2, Langelohe 0, Lasbek-Dorf 3, Meddewarde 1, Mollhagen 0, Neritz 0, Papendorf 4, Rethwischfeld 2, Rümpel-Dorf 0, Seefeld 3, Sprenge 2, Stemwarde 2, Sühlen 3, Tangstedt 0, Todendorf 3, Tremsbüttel 2, Westerau 1

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