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Klein Wesenberg : Stilecht im Oldtimer zur sommerlichen Ausfahrt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bei bestem Wetter machten zahlreiche Oldtimer-Freunde vor der Wesenberg Kirche Halt.

Oldtimer trifft Oldtimer: Nur runde 50 Jahre trennten die ältesten frisch polierten, chromglänzenden und äußerst gepflegten Karossen aus den 1930er Jahren von den 130 Jahren der Barocksteinkirche. Schnaufend und brummend krochen die Schmuckstücke des Allgemeinen Schnauferl-Clubs (ASC) Hammonia den Kirchberg hinauf und reihten sich wie an einer Perlenschnur die Straße entlang. Ein Citroen DS aus den 60er Jahren parkte direkt neben einem Jaguar aus den 70er Jahren. Jede Menge blitzende Mercedes-Modelle der vergangenen sechs Jahrzehnte machten ordentlich was her, ebenso diverse Porsche-Cabrios und ein sehr ausgefallenes englisches Automodell: ein Jensen Intercepter 3, Baujahr 1973.
Claudia Tomencoli rauschte – passend zu ihrem italienischem Nachnamen – mit einem knallroten Fiat 500, Baujahr 1973, an und winkte fröhlich aus dem Dachfenster. Besonders viel Aufsehen erregte der historische MG Cabrio. Stilecht reisten die Vereinsmitglieder mit offenem Verdeck in passender Kleidung aus den 30er Jahren an: Sonnenbrille, Schiebermütze, Lederhandschuhe und Kopftuch. Wer glaubt, dass Oldtimer nur gut behütet in der Garage stehen, irrt. Mit seinem Jensen Intercepter war Besitzer Horst Romberg bereits in Italien und der Schweiz. „Das sind hier keine Standuhren“, meint er mit einem Augenzwinkern.

„Ja, damals baute man noch schöne Autos“ oder „Was für ein eleganter Wagen“ erklang es von begeisterten Zuschauern am Kirchberg. Ob Alfa Romeo, Bentley, BMW, Cadillac, Citroen, Donnet, Hansa, Jaguar, Jensen, Lagonda, Lancia, Lotus, Rolls-Royce, Talbot, VW und Wanderer – in Klein Wesenberg waren reichlich Automobile aus der Vor- und Nachkriegszeit vertreten.

Eine ausgetüftelte Rallye führte die mehr als 50 Oldtimer-Liebhaber von ihrer Heimatstadt Hamburg über das Kreisherzogtum Lauenburg bis nach Klein Wesenberg, wo sie kniffelige Fragen beantworten mussten. Die erste Frage nach dem Tier, nach dem die Kirchenroute durch das Örtchen benannt ist, war nicht so schwer. Natürlich der Karpfen! Die zweite nach der Glockeninschrift erwies sich als schwierig. Gemeinsam mit Dr. Karl Heyder von der Kirchengemeinde mussten die Teilnehmer auf den Kirchturm steigen. Bei einem Orgelkonzert und einer kleinen Führung pausierten die Fahrer ein Stündchen. Dann führte die Route weiter über Zarpen, und Reinbek bis nach Plön.

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