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Christian Conring gegen Michael Sarach : Stichwahl bei Bürgermeisterwahl in Ahrensburg

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wer wird Bürgermeister in Ahrensburg? Herausforderer Christian Conring (CDU) tritt gegen Amtsinhaber Michael Sarach (SPD) an.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2015 | 14:55 Uhr

Ahrensburg | Bei der Wahl um das Bürgermeisteramt in Ahrensburg bleibt es weiter spannend. Nachdem beim ersten Wahltermin keiner der drei Bewerber die absolute Mehrheit erreichen konnte, steht eine Stichwahl an. Amtsinhaber Michael Sarach (SPD) tritt gegen CDU-Kontrahent Christian Conring an. 27.000 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Es zeichnet sich erneut eine schlechte Wahlbeteiligung ab. In Ahrensfelde (Wahlbezirk IV) gaben bis 12 Uhr Mittag erst 16 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Der erste Wahlgang Ende September zeigte einen Vorteil für den Amtsinhaber Sarach. Er bekam 46,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Christian Conring (CDU) mit 37,6 Prozent. Jörg Hansen (Grüne) darf mit einem 16,4 Prozent nicht noch einmal antreten.

Schon beim ersten Angang zeigte sich: Wirklich spannend finden die meisten Ahrensburger nicht, wer die Geschicke ihrer Stadt leitet. Nicht einmal 40 Prozent schafften den Weg an die Urne.

Dabei hätten die Wahlberechtigten allen Grund, sich für ihre Kommunalpolitik zu interessieren. Denn der hübschen Stadt in Stormarn drohen finanzielle Probleme: Kämmerer Horst Kienel hatte im Finanzausschuss am Montagabend eine Haushaltslücke von rund zehn Millionen Euro für 2016 angedeutet. Gründe dafür sind unter anderem die finanzielle Belastung durch die Flüchtlinge und deutlich, von geschätzten 20 auf 14,7 Millionen Euro, sinkende Gewerbesteuern.

Konkrete Sparmaßnahmen auf dieses Defizit seien „wie schon in der vergangenen Sitzung nicht genannt worden, obwohl der Finanzausschuss die Erarbeitung von Maßnahmen gefordert hatte“, sagt Conring, der Michael Sarach kritisiert: „Während alle öffentlichen Haushalte angesichts der Hochkonjunktur Rekordsteuereinnahmen zu verzeichnen haben, steuert Ahrensburg auf ein Rekorddefizit zu. In der Amtszeit von Michael Sarach haben sich die Gewerbesteuereinnahmen um über 35 Prozent verringert.“

Das habe unterschiedliche Gründe, kontert der Amtsinhaber auf Nachfrage. „Zwei Unternehmen haben ihre Standorte verlagert, in einem Fall hatten wir einfach nicht das passende Grundstück. Ein weiterer Grund sind Konzernentscheidungen. Durch diese internen Umstrukturierungen hat Ahrensburg einen erheblichen Anteil des Gewerbesteueraufkommens verloren.“ Positiv müsse man zudem die Tatsache sehen, dass sich Unternehmen wie Hela oder Basler klar zum Standort Ahrensburg bekannt hätten. Die Verwaltung habe bei der Realisierung der geplanten Erweiterungen eng mit den Firmen zusammengearbeitet.

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