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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 22:49 Uhr

Steinburg: Aller guten Dinge sind drei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gemeindevertretung verabschiedet Haushalt einstimmig – muss aber kräftig den Rotstift ansetzen

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Die Steinburger Gemeindevertretung hat den Haushaltsentwurf des Finanzausschusses einstimmig angenommen. „Wir haben noch einmal kräftig den Rotstift angesetzt“, so die Finanzausschussvorsitzende Wiebke Martens (CDU). Vor der Haushaltsberatung hat sie die Finanzsituation der Gemeinde vorgestellt. „Der Gemeinde geht es ziemlich schlecht“, so Martens. Die Rücklagen seien komplett aufgebraucht. Zum Januar hätte es noch ausgesehen, das es im Haushalt ein Defizit von rund 300000 Euro gegeben hätte. Nach neuerlichen Streichungen und Einsparungen bei auslaufenden Krediten, die mit günstigeren Zinssätzen neu abgeschlossen werden konnten, gelang es die Deckungslücke um rund 45000 zu reduzieren.

Betroffen von den Sparmaßnahmen sind auch die Sportvereine. So bekommt der TSV Mollhagen rund 50 Prozent weniger Zuschuss. Zudem muss er künftig auch Nutzungsgebühren für die Sporthalle der Grundschule bezahlen. Mit dem SV Eichede muss indes noch verhandelt werden. Auf Antrag und mit den Stimmen der CDU-Fraktion soll der bestehende Vertrag, der bis 2020 läuft, zum Ende des Jahres gekündigt werden. In dem Vertrag gibt es eine Ausstiegsklausel. Parallel soll mit dem Verein ein neuer Vertrag ausgehandelt werden. Der Entwurf hat im Ergebnishaushalt in den Einnahmen ein Volumen von rund 3,44 Millionen Euro. Die Ausgaben machen rund 3,69 Millionen Euro aus.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Windkraft. Nach den neuen Plänen der Landesregierung sollen vor allem rund um Eichede große Windparks entstehen. Inzwischen hat sich die Initiative Gegenwind Steinburg gebildet und Bürgermeisterin Heidi Hack (ABiS) eine Liste mit 430 Unterschriften gegen einen massiven Ausbau der Windkraft in Steinburg überreicht. Die Initiative will einen Windkraftausbau mit Augenmaß. In der Sitzung am Donnerstag forderte die Initiative die Gemeinde auf, rechtzeitig bei der Landesplanung ihr Veto gegen die Windparks rund um Steinburg einzureichen. Und das noch bevor im September das offizielle Beteiligungsverfahren beginnt. Dann sei eh alles zu spät, da dann die Planung bereits feststehen würden, hieß es. Das Thema wurde an den Umweltausschuss verwiesen.


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