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Neuer CDU-Vorsitzender : Stefan Dehns: Ich trete in große Fußstapfen

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Nachfolger von Cornelia Harmuth an der Spitze der Bargteheider CDU möchte die Bürgergespräche intensivieren. Für sein Hobby Motorradfahren bleibt neben der Politik kaum noch Zeit.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 13:00 Uhr

Für sein großes Hobby hat Stefan Dehns jetzt noch weniger Zeit. „Ich fahre sehr gern mit meinem Motorrad“, sagt der neue CDU-Vorsitzende in Bargteheide. Ende August hat ihn der Ortsverein gewählt – einstimmig. „Damit trete ich in große Fußstapfen“, sagt Dehns. Seine Vorgängerin Cortnelia Harmuth habe nämlich hervorragende Arbeit geleistet. Doch sie ist bereits seit fast einem Jahr Bürgervorsteherin in Bargteheide und kann den Parteivorsitz deshalb nicht weiter wahrnehmen. Ihr Mann, Hans-Werner Harmuth, gab vor etwa 15 Jahren für Stefan Dehns den Anstoß, sich für die Christdemokraten zu engagieren.

„Wir trafen uns bei einem Familienfest nach einer Stadtrundfahrt“, erinnert er sich. Dehns hatte sich gerade als Anwalt in Bargteheide mit einer Kanzlei selbstständig gemacht. Das Parteiprogramm sprach ihn damals an: „Ich bin kein Fan von Sozialismus und Gleichmacherei.“ Eine optimale Partei gebe es nicht, aber die Schnittmengen seien für ihn mit der CDU am größten. Freiheit und Selbst-Verantwortung sind für Dehns hohe Werte. „Sie sind in Deutschland heute fast völlig abhanden gekommen.“ Stattdessen herrsche heute eine Mentalität von Bevormundung und der Abgabe von Verantwortung an den Staat und die Gesellschaft: „Schuld sind immer die Anderen.“

In Bargteheide avancierte Dehns rasch zum Beisitzer im CDU-Vorstand und war viele Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. Als Abgeordneter im Kreistag ist er stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses. Das gleiche Amt übt er auch für die CDU-Mittelstandsvereinigung MIT aus. Inzwischen hat Dehns für seine Familie (Frau und zwei Töchter, die elf und 13 Jahre alt sind) ein Haus in Ahrensburg gebaut. All diese Aufgaben verschlingen viel Zeit neben dem Beruf, Zeit, die ihm jetzt für Ausflüge mit der Familie und das Hobby Klavierspiel fehlt.

Nach dem Studium an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel arbeitete Dehns zunächst in einer Kanzlei in Genthin (Sachsen-Anhalt). Seine Schwerpunkte sind Arbeits- und Erbrecht. 1998 eröffnete der in Ahrensburg aufgewachsene gebürtige Hamburger sein Büro in Bargteheide.

Die Alternative für Deutschland, von konservativen Euro-Skeptikern gegründet, reizt Dehns nicht: „Das ist eine Schmalspur-Partei mit nur einem Programmpunkt.“ Sie sei weder wählbar noch regierungsfähig. Auch zum Thema Windkraft hat er eine Meinung. „Keiner will mehr Atom- oder Kohlekraftwerke, deshalb sehe ich sie prinzipiell positiv.“ Die Stromerzeugung ohne Kohlendioxid sei ein Weg, um die Erderwärmung zu begrenzen. Den Widerstand dagegen in Bargteheide hält er für das typische St. Florians-Prinzip. „Alle wollen den Strom aus der Steckdose, so kann Gesellschaft nicht funktionieren.“ Und persönlicher Anwürfe gehörten sich gar nicht.

Die CDU müsse mehr auf junge Leute zugehen, sie nicht links liegen lassen, meint Stefan Dehns. „Alle Parteien haben das Problem, dass ihre Wähler immer älter werden“ Deshalb möchte Dehns die Bürgergespräche intensivieren und verstärkt moderne Kommunikationskanäle wie das Internet nutzen. „Rundschreiben erreichen nicht mehr alle Zielgruppen, die CDU muss flotter werden.“ Da seien sogar die Piraten vorbildlich.





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