zur Navigation springen

Statt Oldesloe: Soex ist jetzt Ahrensburger Unternehmen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach mehr als 30 Jahren hat die Soex Group, eines der weltweit führenden Unternehmen in der hochwertigen Alttextilverwertung, Bad Oldesloe verlassen. Vor mehreren Wochen war bereits die gesamte Verwaltung aus der Kreisstadt in das Ahrensburger Gewerbegebiet Nord umgezogen, seit dieser Woche ist An der Strusbek 19 endgültig die neue Adresse für den deutschen Hauptsitz der Soex Textilvermarktungs GmbH.

Ein wesentlicher Grund für den Umzug war der gestiegene Bedarf an Büro- und Lagerflächen. In der Oldesloer Kampstraße gab es keine Erweiterungsmöglichkeiten. „Der Standort Ahrensburg bietet unserem Unternehmen viele Vorteile“, sagt Geschäftsführer Axel Buchholz, „neben einer guten Verkehrsanbindung für unseren Lieferverkehr und der Nähe zum Hamburger Hafen fanden wir hier auch eine ideale technische und räumliche Infrastruktur vor.“ Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach und Wirtschaftsförderin Christiane Link begrüßten Buchholz und die Soex gestern am neuen Standort.

Das Unternehmen war Ende der 1970er Jahre mit der Gründung vom Kaufmann Sourein Ohanian geschaffen worden und kam 1982 nach Bad Oldesloe. Die Söhne Nerses und Hagop Ohanian stiegen in die Geschäftsführung ein bauten gemeinsam mit ihrem Vater den Handel auf den Märkten Europas, Südamerikas und in Nahost auf. 1993 übergab Sourein Ohanian die Geschäftsleitung an seine Söhne. Seitdem wuchs die Firma weiter zu einer internationalen Unternehmensgruppe mit Standorten und Beteiligungen in sieben Ländern und weltweit 1000 Mitarbeitern heran. Soex deckt heute die gesamte Wertschöpfungskette von Alttextilsammlung, -vermarktung, -recycling und -verwertung auf sechs Kontinenten ab. Der Großteil der Belegschaft arbeitet im Textilsortier- und Recyclingwerk in Wolfen, Sachsen-Anhalt. In einem der weltweit größten Werke dieser Art sortieren und recyceln mehr als 700 Mitarbeiter auf knapp 90  000 Quadratmetern bis zu 400 Tonnen Alttextilien täglich. Die tragbare Kleidung wird in über 90 Länder vermarktet. Nicht mehr tragbare Ware wird zu Putzlappen oder zu Sekundärrohstoffen für diverse Industrien weiterverarbeitet. Insgesamt werden jedes Jahr 11  000 Tonnen Altkleider recycelt. Der dabei anfallende Staub wird zu Briketts gepresst und in der Papierindustrie eingesetzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen