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Auf neuen wegen in Hoisdorf : Statt Noten ein Kompetenzraster

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Angelika Heller (56) leitet mit Freude ein „kleines system“: die Grundschule Hoisdorf

Die Grundschule Hoisdorf gehört zu den wenigen, die sich gegen die Notenzeugnisse entschieden haben. Seit August leitet Angelika Heller die Grundschule Hoisdorf. Die 56-Jährige ist für 133 Schüler und zwölf Kolleginnen, Schulbegleiter, Sekretärin und Hausmeister verantwortlich. „Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden und fand von der Konrektorin Sabine Kirsch alles sehr gut vorbereitet vor. Auch die Zusammenarbeitet mit den Eltern klappt sehr gut“, sagt die gebürtige Niedersächsin, die seit 23 Jahren im Kreis Stormarn lebt.

Angelika Heller ist in Niedersachsen aufgewachsen, hat in Hannover Deutsch und Textiles Gestalten/Werken auf Lehramt studiert, absolvierte danach ihr Referendariat in Bremen. Durch ihren Mann Gerold, der Agraringenieur ist, kam sie vor 25 Jahren nach Ahrensburg, trat ihre erste Stelle in Schleswig-Holstein in der Schlossschule an. „Damals legte ich einen Schwerpunkt auf Integrationsmaßnahmen, was heute zum Alltag gehört“, berichtet sie. Nach zehn Jahren wechselte sie zur Grundschule Wiesenfeld nach Glinde, war auch hier wieder zuständig für die I-Klassen. Zudem war sie als Personalrätin und Konrektorin tätig. Mit ihrer Familie, zu der vier Kinder gehören (15, 21, 25 und 26 Jahre), zog sie mehrmals um, und wohnt jetzt in der Gemeinde Großensee.

Ein eigenes „kleines System“ zu leiten, wie sie ihre Grundschule gerne nennt, war der folgerichtig nächste Schritt. In Hoisdorf hat neben den zwölf Unterrichtsstunden die konzeptionelle Arbeit Vorrang. „Ich möchte die Schule als Zukunftsschule vom Land zertifizieren lassen. Wir legen einen Schwerpunkt auf die Naturbegegnung und das Umweltbewusstsein“, erklärt Heller. Das Konzept wird derzeit erarbeitet. Zu den Ideen gehören die Schulhofgestaltung, ein Schulgarten, Jugendwaldspiele und die Mülltrennung. Zudem gebe es schon jetzt viele gute Ansätze im Unterricht, die noch vertieft werden sollen. Zweiter Arbeitsschwerpunkt: die einvernehmlich von Eltern und Lehrern beschlossenen Zeugnisse in Form eines Kompetenzrasters. „Wir arbeiten individuell, also brauchen wir auch individuelle Rückmeldungen über den Leistungsstand des Kindes“, ist Angelika Hellers Meinung dazu.

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