Bargteheide : Statt Jubiläum – Kulturring in der Insolvenz

Manfred Kutsche vom Bargteheider Kulturring musste die Reißleine ziehen.
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Manfred Kutsche vom Bargteheider Kulturring musste die Reißleine ziehen.

Fast 50 Jahre hat der Verein für hochkarätige Aufführungen in Bargteheide gesorgt. Damit ist nach dem Dauerstreit um städtische Zuschüsse wohl Schluss.

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07. Juli 2017, 08:00 Uhr

Jetzt ist das endgültige Ende nicht mehr fern. Zwei Monate vor dem 50-jährigen Bestehen des Kulturrings hat der Vorsitzende Manfred Kutsche Insolvenz angemeldet.

Mehr als 24 Jahre war Kutsche Vorsitzender des Kulturrings. In dieser Zeit wurden 280 Veranstaltungen mit 75  000 Besuchern auf die Beine gestellt. Schon lange schwelt zwischen dem Kulturring und der Stadt ein heftiger Streit. Es geht ums Geld und um Zusammenarbeit. Zugesagte Zuschüsse der Stadt blieben aus. Der Verein ist deshalb zahlungsunfähig, ihn drücken 4000 Euro Verbindlichkeiten. „Das hätte von der Stadt jederzeit aus den bewilligten Mitteln ausgeglichen werden können“, betont Kutsche. Um nicht persönlich der Insolvenzverschleppung bezichtigt zu werden, habe er jetzt die Reißleine gezogen. Wegen der Unstimmigkeiten über die städtischen Mittel konnte kein Programm für die Jubiläumsspielzeit aufgestellt werden.

„Der Verein wird zerschlagen“, befürchtet Kutsche: „Ich gehe davon aus, dass die Stadt auf Zahlung des restlichen Zuschusses verklagt wird.“ Vorher muss das Gericht allerdings noch entscheiden, ob ein Insolvenzverfahren überhaupt Aussicht auf Erfolg hat und ob das Honorar eines Insolvenzverwalters überhaupt gezahlt werden könnte. Der Kulturring hat nie Wertsachen angeschafft.

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