Kinderstadt : Startschuss für Stormini

Landrat Klaus Plöger, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und weitere Unterstützer, Organisatoren und Verantwortliche stellten das Kinderstadt-Projekt in Großhansdorf vor.
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Landrat Klaus Plöger, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und weitere Unterstützer, Organisatoren und Verantwortliche stellten das Kinderstadt-Projekt in Großhansdorf vor.

Die Kinderstadt geht in die achte Runde: 250 Kinder und 150 Teamer sind vom 19. bis 25. Juli in Großhansdorf mit dabei.

shz.de von
08. Juli 2015, 06:15 Uhr

Das Kinderstadt-Projekt Stormini geht in die achte Runde und findet vom 19. bis 25. Juli in Großhansdorf statt. 250 Mädchen und Jungen sowie 150 Teamer sind auf dem Gelände des Emil-von-Behring Gymnasiums dabei.

Zur Präsentation der Stormini-Neuauflage hatte der Kreisjugendring zahlreiche Unterstützer eingeladen, darunter Landrat Klaus Plöger, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Kreishandwerksmeister Björn Felder, Christa Zeuke von der Bürgerstiftung und Jörg Schumacher von der Sparkassen-Stiftung Stormarn.

Mit ihrer Unterstützung ist es Jahr für Jahr möglich, dass mit „Stormini“ ein Stadtspiel im Landkreis stattfinden kann, bei dem Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren Verantwortung, die Funktionsweise einer Stadt und mehr noch Demokratie durch Erleben lernen können. Gastgeber 2015 ist Großhansdorf. Auf dem Gelände des Emil-von-Behring- Gymnasiums wird dazu eine Zeltstadt entstehen, mit 28 Schlafzelten, in denen 250 Kinder übernachten werden. Tagsüber sind sie morgens und abends „im Job“: Dazu gibt es eine Auswahl von 70 Arbeitsplätzen, die zweimal täglich von der Arbeitsagentur vergeben werden. Bezahlt wird in der Währung „Stormark“.

Mit dem Einkommen können die Kinder u.a. Freizeitangebote am Abend „bezahlen“. Arbeitsagentur, Sparkasse, Finanzamt und weitere Einrichtungen sind jeweils real vertreten, in der Regel durch Auszubildende. Auch die Arbeitsplätze/Berufe werden von Profis angeleitet. Kleine Auswahl: Apotheker, Klempner, Klavierbauer, Maler, Suchtberater, Radiomoderator oder Veranstaltungstechniker.

Politisch geleitet wird Stormini durch ein Parlament mit 28 Abgeordneten – aus jedem Zelt einer – sowie einem Bürgermeister, der aus dem Kreis der Parlamentarier gewählt wird. Schwerpunktthema der Stormini 2015 sind Kinderrechte, dazu gehört das Recht auf Gesundheit, auf Spiel und Freizeit, auf Beteiligung, aber auch auf Schutz im Krieg und auf der Flucht. Zum ersten Mal sind auch neun Flüchtlingskinder mit dabei, wie Uwe Sommer, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, berichtet. Der Gesamtetat der Stormini beträgt 110  000 Euro, wovon der Kreis Stormarn den wesentlichen Teil trägt.

Die Teilnehmer zahlen jeweils 95 Euro für die komplette Woche. „Wir hatten 600 Bewerbungen, da musste am Ende das Los entscheiden“, so Uwe Sommer. Jetzt blicken alle gespannt auf den Einzug der 250 Stadtbewohner zu Ferienbeginn, die von 150 ehrenamtlichen Teamern unterstützt werden.

Wenn Stormini am 25. Juli 2015 seine Stadttore wieder schließt, steht schon fest, dass und wo das Stadtspiel 2016 stattfindet. Es wird Trittau sein.

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