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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:52 Uhr

Stadtteilbüros sind immer wieder dicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bürgerservice der Hansestadt eingeschränkt wegen Personalmangel

Immer wieder das gleiche Bild: Am Donnerstag war ein Lübecker Stadtteilbüro – diesmal in Moisling – geschlossen. „Grund sind unvorhersehbare Krankheitsausfälle in allen Stadtteilbüros“, so die Stadtverwaltung. Die versprochene Aufstockung des Personals wird es wohl nicht mehr geben.

Die personelle Unterbesetzung in den Stadtteilbüros nervt die Bürger schon seit einigen Jahren. Erst im Dezember wurde das Stadtteilbüro Travemünde geschlossen. Damit sollte die knappe Personaldecke gestreckt werden, um den Betrieb in den anderen Büros aufrechtzuerhalten. Das hat nicht geklappt.

Die Stadtteilbüros sind unterschiedlich stark ausgelastet. In der Innenstadt werden etwa 6000 Personalausweise im Jahr ausgegeben, in der Fackenburger Allee sind es 500 weniger, in Marli knapp 5000. In den beiden kleineren Stadtteilbüros Moisling und Kücknitz sind es rund 2000. Die Schließung wegen Personalmangel trifft immer Moisling. Kücknitz soll nämlich für die ohnehin schon verärgerten Travemünder offen bleiben, weil es nur wenige Kilometer entfernt ist.

Der Bürgerservice wird sich weiter verschlechtern. Die Lübecker Bürgerschaft hat bereits die Reduzierung des Angebotes auf die Innenstadt und die Fackenburger Allee beschlossen. Kfz-Angelegenheiten werden demnächst nur noch im Gebäude am Meesenring auf Marli bearbeitet. „An der Umbesetzung wird gearbeitet“, heißt es aus der Stadtverwaltung zur Etrläuterung. Das Sparpotenzial liegt bei rund 395 000 Euro im Jahr.

Bis zur Umsetzung werden die kleineren Büros bei Personalmangel auch weiterhin geschlossen. „Für die Übergangszeit werde es sicherlich kein zusätzliches Personal mehr geben“, sagt Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung.

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