Reinfeld : Stadtrat: Zum letzten Mal in alter Formation

Einigkeit bei den Stadtverordneten in dieser Zusammensetzung, bevor am 13. Juni die Karten bei der konstituierenden Sitzung neu gemischt werden.
Einigkeit bei den Stadtverordneten in dieser Zusammensetzung, bevor am 13. Juni die Karten bei der konstituierenden Sitzung neu gemischt werden.

Zahlreiche, teilweise langjährige Politiker werden dem neuen Stadtparlament nicht wieder angehören.

shz.de von
17. Mai 2018, 06:00 Uhr

Für den Vorsitzenden Gerd Herrmann (SPD) war es die letzte Sitzung der Stadtverordneten als Vorsitzender. „Es hat mir Spaß gemacht. Die Umgangsweise hier ist eine solche, die man durchaus vorzeigen kann“, betonte er zur Eröffnung der Sitzung im Neuen Rathaus. „Vieles wurde von den Fraktionen bereits im Vorwege besprochen, so dass die Sitzungen entlastet werden konnten. Mein Anliegen war es, dazu beizutragen“, sagte er. Nicht nur für ihn war es die letzte Zusammenkunft in dieser Formation, denn am Mittwoch, 13. Juni, werden nach den Kommunalwahlen bei der konstituierenden Sitzung die Karten neu gemischt. Petra Gehrke (SPD) verabschiedete sich ebenfalls nach 32 Jahren in der Kommunalpolitik aus der Stadtverordnetenversammlung und lud anschließend zu einem kleinen Umtrunk ein.

Da Ines Knoop-Hille von den Grünen ihr Mandat niederlegte, weil sie eine Stelle bei der Stadt angetreten ist, sprang für sie kurzfristig Matthias Münster-Nauruhn ein. Auch bei der WIR gibt es personelle Veränderungen: Für Walter Engel wird es wohl die letzte Sitzung gewesen sein. Er gibt sein Amt als WIR-Vorsitzender ab. Einig zeigten sich die Stadtverordneten an diesem Abend. Das strittige Thema „Ehrungen“, das zuletzt sogar im Ältestenrat diskutiert wurde, ist vom Tisch. Mit nur einer Gegenstimme votierten die Anwesenden für eine Lösung, die vorsieht, für die Mitarbeiter der Stadt eine getrennte Richtlinie zu verfassen. Hauptthema war die Weiterführung der Sanierung der Matthias-Claudius-Schule.

Geplant ist ein Neubau als Ersatz für zwei Gebäudetrakte zur Erweiterung der Bereiche Betreute Grundschule, Mensa und Schulsozialarbeit, wofür 70 000 Euro zusätzlich in den Haushalt gestellt werden sollen. „Glücklicherweise haben wir den Nachbesserungsbedarf noch rechtzeitig vorgenommen“, so Herrmann. Mit zwei Enthaltungen stimmten die Stadtverordneten für diesen Entwurf. Mit zwei Enthaltungen wurde außerdem die Erweiterung der Betreuten Grundschule um eine zusätzliche Gruppe bis 17 Uhr beschlossen. Diese erhält einen dauerhaften Charakter, die Elternbeiträge werden angepasst – das wurde einstimmig beschlossen.

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