Bad Oldesloe : Stadtradeln: Auftakt fällt ins Wasser

Überschaubar:  Die Radler um ADFC-Ortsgruppensprecher Reiner Hinsch machen sich auf den Weg,
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Überschaubar: Die Radler um ADFC-Ortsgruppensprecher Reiner Hinsch machen sich auf den Weg,

Aufgrund des „Schietwetters“ bei der Sternfahrt schwingen sich in Bad Oldesloe nur vier Teilnehmer in den Fahrradsattel.

shz.de von
11. Mai 2015, 06:30 Uhr

Man merkte schon, dass es den Organisatoren der Oldesloer Route der Sternfahrt zum Stadtradeln etwas schwer viel, die gute Laune zu behalten. „Wenn ich nicht müsste, weiß ich auch nicht, ob ich heute losfahren würde“, gab sogar ADFC-Ortsgruppensprecher Reiner Hinsch unumwunden zu. Graue Wolken, Regenschauer, ungemütliche Böen – der Vorplatz des Oldesloer Bahnhofs lud wirklich nicht zu einem Treffen für eine 48 Kilometer lange Radtour ein.

Das hatten sich offensichtlich auch sehr viele Mitbürger gedacht. Denn statt der 34 Teilnehmer der Auftaktfahrt im Vorjahr, kam dieses Mal abgesehen von Hinsch, Oldesloes Klimaschutzmanager Dominic Demme und seiner Partnerin nur ein weiterer Teilnehmer. Um 10.15 Uhr war man zunächst noch davon ausgegangen, dass vermutlich bis zur Abfahrt um 10.30 noch ein paar weitere Mitfahrer kommen würden, weil sich der Himmel auch gerade ein wenig aufklarte. Doch als man um 10.35 Uhr noch immer nur das Quartett auf seinen Zweirädern bereitstand, beschloss man aufzubrechen.

„Ich glaube, lange warten bringt nun auch nichts“, so Hinsch. Und so ließ man sich die Laune nicht vermiesen, zog das Regencape über und setzte die Helme auf. Ab ging es in Richtung Trittau zum Treffen mit den übrigen teilnehmenden Gemeinden. Demme hat allerdings im Vorwege schon festgestellt, dass die Resonanz im Vorwege ein wenig geringer ist. „Letztes Jahr haben sich über 300 Oldesloer angemeldet, dieses Mal bisher nur 100. Aber da kann sich ja noch was tun“, so der Klimaschutzmanager. Denn weiterhin ist die Anmeldung auf der Homepage zum Stadtradeln möglich. „Ich hoffe, dass da noch ein paar dazukommen. Es gibt ja keinen Anmeldeschluss, bis zum Ende kann man noch beitreten.“

Insgesamt sei die Aktion so oder so gut, um für mehr Fortbewegung auf dem Fahrrad zu werben und das Thema Klimaschutz in die Öffentlichkeit zu tragen. Der ADFC sieht auch nur Vorteile bei der Aktion. „Wir haben bei den Feierabendfahrten immer wieder neue Teilnehmer. Ob das nun mit dem Stadtradeln zusammenhängt, kann man nicht so genau sagen. Aber natürlich ist es so, dass manche Stormarner so auf den Geschmack kommen, dass es doch gar nicht so schlecht ist, sich mit dem Rad fortzubewegen“, so Hinsch. Beim Stadtradeln geht es darum, in einem festen Zeitraum möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Dabei treten die Gemeinden und Städte in ganz Deutschland gegeneinander an. Innerhalb der teilnehmenden Städte und Gemeinden wie Trittau, Bargteheide, Ahrensburg und Bad Oldesloe treten aber auch Teams gegeneinander an. In diesem Jahr geht die Stormarner Stadtradel-Aktion bis 29. Mai. Infos: www.stadtradeln.de.

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