Bad Oldesloe : Stadtfest wird total lokal

Bereit für das Stadtfest: (v. li.) Inken Kautter, Patrick Niemeier, Christine Tiedemann und Chiara Niebuhr.
Bereit für das Stadtfest: (v. li.) Inken Kautter, Patrick Niemeier, Christine Tiedemann und Chiara Niebuhr.

Am ersten Juni-Wochenende verwandelt sich Oldesloe in eine große Partymeile mit fünf Bühnen.

Andreas Olbertz. von
12. Mai 2018, 08:00 Uhr

Das Programm steht, die Hefte und Flyer sind gedruckt – eigentlich könnte es mit dem Stadtfest los gehen. Aber die Oldesloer müssen sich noch etwas gedulden: Am Freitag, 1. Juni, wird das große, dreitägige Spektakel auf Hauptbühne auf dem Marktplatz eröffnet.

„Okay“, räumt Cheforganisatorin Christine Tiedemann ein, die großen Banner über den Oldesloer Einfahrtsstraßen fehlen. Das liege daran, dass die Masten, an denen sie befestigt werden, morsch sind. „Nein“, sagt Tiedemann, das lasse sich nicht mehr rechtzeitig vor dem Stadtfest beheben: „Der Zustand ist ja erst seit Oktober bekannt.“ Aber ansonsten könne es los gehen. Auf fünf Bühnen in der Innenstadt seien mehr als 100 Gigs geplant. „Das wird wie ein große Festival“, verspricht Organisatorin Tiedemann, „nur kostenlos!“ Und, darauf legen sie und Patrick Niemeier von Klangstadt, hauptverantwortlich für das Bühnenprogramm, so lokal aufgestellt wie noch nie. „Das ist kein beliebiges Stadtfest, das wie ein Jahrmarkt durch die Lande zieht“, sagt Patrick Niemeier: „85 bis 90 Prozent der auftretenden Künstler sind Oldesloer. Keiner kommt von weiter her als Hamburg.“ Lokaler Bezug ist natürlich noch kein Garant für gute Musik. Deshalb wurden „totaler Fokus auf Qualität“ gelegt, so Niemeier. Er haben bereits jeden live gesehen und sich persönlich von der Qualität überzeugt. Die großen Oldesloer Namen sind natürlich dabei: Dog Hill Session beenden den Freitag, Jeden Tag Silvester sind Sonnabend der Schlussact, davor spielen Days of Northern Lights und am Sonntag klingt das Stadtfest mit den Nuthouse Flowers und Pfefferminz aus. Patrick Niemeier: „Wir sind musikalisch noch breiter geworden – allerdings haben wir Metal und Punk abgeschnitten.“ Von Schlager über Shanty, Rock-Pop und Jazz bis zu Singer-Songwritern sei alles vertreten. Auf dem Mühlenplatz richtet Benjamin Rodloff einen Beach-Club ein und am Mühlrad spielt ausschließlich die Akustik-Gruppe „irgendwiehörbar“.

Beim Stadtfest geht es natürlich nicht nur um Musik. Auch die Oldesloer Vereine und Verbände waren aufgerufen, sich einzubringen. Christine Tiedemann: „Wir haben alle Vereine angeschrieben und es hat zwei Infoabende gegeben – die leider nur mäßig besucht waren. Chiara Niebuhr von der Agentur Tiedemann musste viele Gespräche führen und Überzeugungsarbeit leisten – es hat sich gelohnt. Vereine gestalten am Sonnabend den Kinder- und Familientag auf dem Kirchberg. Wer größeren Platzbedarf hatte, wird auf dem Trave-Parkplatz untergebracht. Christine Tiedemann: „Und überall dazwischen sind auch Vereine zu finden.“

Theoretisch können sich spontan noch Vereine beteiligen. Praktisch müsste Veranstalter Tiedemann das dann mit den Sicherheitsbehörden klären. Die verlangen nämlich detaillierte Pläne, wo welcher Verein ausstellt. Sicherheit sei zwar immer noch ein Thema, wird aber wohl nicht mehr ganz so hoch gehängt. Am Eingang zur Hindenburgstraße müssten „Balastierungstanks“ aufgestellt werden. Der Kirchberg werde von einem Laster des ASB gesichert.

Am Sonntag gibt es auf dem Markt wieder einen Gottesdienst mit Gospelchor und in der Mühlenstraße wird eine Food-Truck-Meile eingerichtet.

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