Bad Oldesloe : Stadtfest – Familienparty für tausende Besucher

Voller geht nicht: Der Oldesloer Marktplatz beim Konzert von „Jeden Tag Silvester“ als Höhepunkt am Sonnabend.  Fotos: Olbertz
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Voller geht nicht: Der Oldesloer Marktplatz beim Konzert von „Jeden Tag Silvester“ als Höhepunkt am Sonnabend. Fotos: Olbertz

Spiel, Spaß und jede Menge gute Musik – Oldesloe feiert drei Tage friedlich in der Innenstadt.

Andreas Olbertz. von
04. Juni 2018, 06:00 Uhr

„Ist das geil. Das ist ja fast schon wie Freiheit bei Marius“, freute sich Bertram Ulrich, Sänger von „Jeden Tag Silvester“. Das Oldesloer Publikum erwies sich als extrem textsicher, konnte spielend ganze Strophen lautstark mitsingen. Obendrein war der Marktplatz zum Höhepunkt und Abschlusskonzert am Sonnabend brechend voll. „Wenn noch mehr gekommen wären, hätten wir abriegeln müssen“, sagte Patrick Niemeier, verantwortlich für das Musikprogramm beim Stadtfest 2018.

Zur Eröffnung am Freitag hatte Bürgermeister Jörg Lembke gesagt, er freue sich auf drei tolle Tage. Und die hat Oldesloe auch wirklich erlebt. „Es ist so gekommen, wie wir uns das gewünscht haben: Kein Regen und nicht zu viel Sonne. Gebete werden erhört“, sagte Pastor Diethelm Schark beim Open-Air-Gottesdienst.

Voll gemütlich: Irgendwiehörbar.
Andreas Olbertz
Voll gemütlich: Irgendwiehörbar.
Aber nicht nur das Wetter passte, das Programm beim Stadtfest kam durchweg gut an. Der Sonnabend hatte noch leichte Anlaufschwierigkeiten, doch spätestens am Nachmittag waren die Fußgängerzone und die angrenzenden Bereiche gut besucht – und das wurde bis tief in die Nacht immer mehr.  Das Stadtfest hatte für alle was zu bieten. Wem es bei den Headlinern auf dem Marktplatz zu voll und zu laut war, der fand am Mühlrad Passendes. Dass die Band „irgendwiehörbar“ dort zeitweise vor nicht mal einer Handvoll Leute auftrat, störte die drei Musiker nicht. „Wir spielen auch für kleine Leute“, scherzte Jule Plescher: „Aber ab nachmittags war es dann richtig gut.“ Ihre Bandkollegin Sabrina Schieffelke ergänzt: „Wir hatten den schönsten Platz des ganzen Fests.“ Und wem irgendwiehörbar dann doch etwas zu lauschig waren, dessen Geschmack wurde sicher auf einer der anderen Bühnen getroffen. Oder auf dem zum Familiengarten umfunktionierten Kirchberg mit seinen vielfältigen Angeboten für Kinder.

Viel unterwegs

Voll erfasst: Reporter auf Tour.
Voll erfasst: Reporter auf Tour.

Einen Tag als Reporter auf dem Stadtfest unterwegs – da kommt einiges zusammen. Nicht nur hunderte Fotos, aus denen es auszuwählen gilt. Unser Redakteur Andreas Olbertz hat von vormittags bis in die Nacht knapp 20000 Schritte zurückgelegt. Mehr als das Doppelte seines üblichen Tagesziels. Unterwegs von Programmpunkt zu Programmpunkt sind so knapp 22 Kilometer zusammen gekommen. Laut Smartwatch entspricht das einem Verbrauch von 3500 Kalorien.

Volle Kanne: Hartmut Marsch spielt bei den Spectacles Bariton-Sax.
Olbertz
Volle Kanne: Hartmut Marsch spielt bei den Spectacles Bariton-Sax.
Auch die Händler zeigten sich durchweg zufrieden. „Die Stimmung habe ich noch nie so gut erlebt. Besser als vor zwei Jahren“, sagte Oke Käselau, der gleich mehrere Stände hatte: „In Oldesloe schraube ich meine Erwartungen eher runter – und sie wurden übertroffen.“ Benny Rodloff war geschafft, aber gut gelaunt am Mühlenplatz. „Es ist verdammt viel Gerödel, aber das wollte ich ja so.“

„Ich bin total glücklich“, sagte Chef-Organisatorin Christine Tiedemann angesichts eines komplett aufgegangenen Konzepts. Das Motto „feiern wie zu Hause“ sei von den Besuchern gut angenommen worden. Polizei und Sanitäter seien kaum benötigt worden. Einzige Ausnahme war der Exer (Bericht folgt). „Übernächstes Jahr machen wir das wieder so“, versprach Tiedemann. Dann korrigiert sie sich aber doch: Wenn möglich sollen noch mehr Hinterhöfe bespielt werden, formuliert sie als Wunsch und sich noch mehr Vereine beteiligen.

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