Stadtfest Ahrensburg - kleiner und wirklich feiner

Für die  Kinder gings rund - unter anderem im Karussell
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Für die Kinder gings rund - unter anderem im Karussell

"Wir schätzen, dass es wieder 100 000 Besucher über alle drei Tage waren, genau wie in den Vorjahren", resümiert Götz Westphal vom Stadtforum.

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15. Juni 2009, 09:30 Uhr

Ahrensburg | Der kleine Niklas-Kay (1) haut mit Schwung auf die Pauke des Spielmannszuges Ahrensburg. "Er ist unser jüngstes Mitglied" sagt Artur Seehaase, der nach dem Auftritt auf dem Stadtfest die Gelegenheit nutzte, die Bürger für den Spielmannszug zu interessieren. Niklas war im Sinne seines Vaters Kai Pöhlsen, der Abteilungsleiter des Spielmannszuges ist, die beste Werbung, denn er war mit Feuereifer und unverkennbarer Freude dabei.

An allen drei Tagen bummelten die Besucher entspannt über das Stadtfest, das trotz der Verkleinerung gut ankam. "Wir schätzen, dass es wieder 100 000 Besucher waren", ist Stadtforumsvorsitzender Götz Westpha zufrieden. Das Musikprogramm sorgte immer für volle Straßen. "Die Bands waren zwar nicht so bekannt, aber qualitativ hochwertig", so Rüdiger Hofmann, der das Bühnenprogramm in der Hagener Allee organisiert hatte.

Beim kühlen Auftakt am Freitagabend tanzten sich die Besucher bei der Oldieparty warm. Gut kam auch "Jims Bar" mit den alkoholfreien Cocktails an. "Kinder und Erwachsene kommen hauptsächlich", sagte Marianna, die mit vielen anderen Jugendlichen ehrenamtlich für die Bürger für Sicherheit die Cocktails ausschenkte. Nun könnte man meinen, dass gehe an der Zielgruppe, den Jugendlichen vorbei, den Jim ist die Abkürzung für "Jugendschutz im Mittelpunkt", doch das sieht Organisatorin Janne Bollingberg anders: "Wenn Erwachsene mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass sie auch ohne Alkohol fröhlich feiern können, finden es auch Jugendliche attraktiver, so einen Cocktail zu probieren". Und die schneeballartige Ausdehnung des Projektes über Schulen und andere Jugendorganisationen, die die Idee nach dem ersten Jahr schon aufgegriffen haben, sei ein weiterer positiver Effekt.

Und auch die Veranstalter waren mit der diesbezüglichen Ruhe auf dem Stadtfest zufrieden. "Auf dem Fest ist alles ruhig geblieben. Für Schlägereien außerhalb unseres Festgeländes und nach Schließung sind wir nicht verantwortlich, die gibt es auch an anderen Wochenenden", so Kathrin Fürstenberg von epm-Concept. Geärgert hat sich Fürstenberg noch über die nicht angemeldete und genehmigte "Promille-Polente", die gegen Gebühren Promilletests durchführte. "So etwas wollen wir hier nicht, die animieren erst richtig zum Trinken, weil die Jugendlichen anschließend mit ihren Werten im Freundeskreis angeben".

Auch die Händler zeigten sich zufrieden, da sogar das Wetter nach dem kalten Auftakt am Freitagabend an den beiden anderen Tagen noch gut mitspielte. Gut angenommen wurde auch das Kinderland, wo bis auf die High Jump Anlage alles kostenlos war.

Nur ein Ärgernis geht Götz Westphal nicht aus dem Kopf: "Das Alibiloch in der Großen Straße hätte auch bis Montag Zeit gehabt. Der Mittelstreifen der Großen Straße hätte uns ja gereicht", ärgert er sich, weil es von der Stadt für Buden in der Großen Straße keine Genehmigung gab.

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